Gisela Pölking

Nah, näher: Makrofotografie

 

(Bilder: Gisela Pölking)


Die heimische Flora und Landschaften sind Gisela Pölkings liebste Fotomotive. Um Blumen und andere Pflanzen zu fotografieren, muss die erfahrene Naturfotografin nur vor die Haustüre gehen. Oder aber sie setzt Blüten und Co in der Wohnung auf dem Küchentisch in Szene. Wie FotografInnen einen Einstieg in die Welt von Natur- und Nahaufnahmen finden, dabei unterstützt Gisela Pölking die TeilnehmerInnen in ihren Workshops. Exklusive Tipps zum Ausprobieren gibt sie Dir auch bei uns. Ihre Liebe zur Natur bringt sie auch in ihrem aktuellen Bildband „Liebesgedanken der Natur ...“ zum Ausdruck, den wir Dir ebenfalls auf quucy kurz vorstellen möchten.


Eine Lieblingspflanze hat Gisela Pölking nicht, jede Blume ist eine Schönheit für sich. „Ob als frische oder verwelkte Blüte: Sie ist immer interessant“, findet die begeisterte Naturfotografin aus Greven. „Ich kann alleine oder mit Freunden in die Natur gehen und habe alle Zeit der Welt, um in Ruhe meine Aufnahmen zu machen.“ Dies trifft natürlich nur bei den Nahaufnahmen zu, betont sie, bei der Landschaftsfotografie hingegen ist Gisela Pölking auf die gewünschten Lichtstimmungen angewiesen, auf die sie unter Umständen auch schon mal etwas länger warten muss. Neben der Freude an der Natur zählt also auch Geduld zu den Anforderungen an NaturfotografInnen.

         

Nicht immer sind Pflanzen bei der Nah- und Makrofotografie als solche erkennbar: Vielmehr sehen sie aus wie abstrakte Kunstwerke


Herausforderungen der (Natur-)Makrofotografie

„Bei der Makrofotografie muss ich mir jedes Bild erarbeiten, indem ich die Blume genau anschaue, die richtige Perspektive finde und den richtigen Ausschnitt sowie die richtige Gestaltung wähle“, verdeutlicht Gisela Pölking. Makro- oder Nahfotografie beginnt schon damit, wenn sie bei einem Baum oder einer Blüte die einzelnen Blätter fotografiert. Um mit der Kamera möglichst nah ans Motiv herangehen zu können und es scharf abzubilden, ist ein spezielles Makroobjektiv notwendig. Gisela Pölkings Lieblingsobjektive sind eines mit 100 mm und eines mit 80-200 mm Brennweite. „Wenn Du genügend Geld hast, kaufe Dir eine Spiegelreflexkamera mit einem Spiegelvorauslöser und einer Abblendtaste“, empfiehlt sie. Weil Pflanzen auf der Erde wachsen, teilweise ganz tief unten, ist auch ein vernünftiges Stativ sehr wichtig, womit Du bis herunter auf den Boden kommst.


Wenn Gisela Pölking draußen mit ihrer Kamera unterwegs ist, fotografiert sie fast immer mit dem natürlichen, vorhandenen Licht. Auf einen Blitz verzichtet sie. Sind ihr die Schatten zu dunkel, arbeitet die Fotografin mit einem Aufheller, damit Strukturen besser zu sehen sind. Am liebsten ist sie morgens oder spät nachmittags unterwegs. Mittags ist das Licht zu hart. „Wenn ich doch um die Mittagszeit fotografiere, dann nur mit Diffusor. Den halte ich über das Motiv, damit die Blüten weiches Licht abbekommen“, berichtet die Naturexpertin.

 

   

Mit wenigen Hilfsmitteln kannst Du tolle Nahaufnahmen auf dem Küchentisch herstellen


„Setaufbau“ für Pflanzenfotografie auf dem Küchentisch

Da sich Pflanzen auch wunderbar im Studio, auf der Fensterbank und dem Küchen- sowie Schreibtisch in Szene setzen lassen, greift Gisela Pölking sehr gerne auf diese Methode zurück. Um aus einem Tisch ein Ministudio zu machen, empfiehlt die Fotografin den Einsatz eines Lichtzeltes, um Rosenblüten und Co in das Zelt zu legen und das Objekt von außen zu beleuchten. „Das Zelt wirkt wie ein Diffusor“, so Gisela Pölking. Oder Du stellst die Lampen dort hinein.


Solch ein Zelt lässt sich übrigens auch prima selbst basteln: „Dafür verwendest Du zwei Kartons, die zu einem Dreieck zusammengeklebt werden. Einen weiteren Karton befestigt Du als Hohlkehle – dieser ist wie eine Welle gebogen. Damit geht der Vordergrund ohne sichtbare Kante in den Hintergrund über“, erläutert die Fotografin. In ihrem Küchenstudio arbeitet Gisela Pölking mit einem einzigen Hauptlicht. „Wenn die Schatten zu schwarz sein sollten, kann eine zweite, nicht so helle Lampe diese aufhellen.“


Noch viele weitere nützliche Praxistipps gibt die Expertin auf dem Gebiet der Natur- und Nahfotografie in ihren Fotoworkshops weiter, die regelmäßig ausgebucht sind. „Es kann Jeder mitmachen, der für Fotografie Freude mitbringt, eine Kamera mit Objektiv sein Eigen nennt, einen Laptop sowie ein Stativ hat.“ Sehr großen Wert legt Gisela Pölking auf die tägliche Bildbesprechung. „Das Sehen und Gestalten des Motivs möchte ich den TeilnehmerInnen so vermitteln, dass jedes Foto ein gutes Bild wird“, hat sie sich zum Ziel gesetzt. <ck>



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Mehr über Gisela Pölking, ihre Nahaufnahmen und ihre Workshops findest Du auf ihrer Internetseite: www.poelking.de

GISELA PÖLKING TOP-BILD


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GISELA PÖLKING BUCHTIPP

 

In „Liebesgedanken der Natur ...“ hat sie vornehmlich Rosen ganz aus der Nähe fotografiert und damit die Schönheit dieser Blumen konserviert: „Die Rosen in der Vase verblühen, an dem Buch kannst Du Dich länger erfreuen“, so Gisela Pölking. Sie ist fasziniert davon, wie schön eine Rose von innen aussieht oder davon, wie sich ein Rosenblatt zusammenrollt. Ergänzend zu ihren sensiblen Makroaufnahmen findest Du im Buch auch Zitate, die auf die Schönheit, den Duft, aber auch die Vergänglichkeit anspielen. Bestellen kannst Du es hier.