Heinrich Hecht

Zwei Leidenschaften kombiniert: Sport und Fotografie

 

(Alle Fotos: © Heinrich Hecht)

 

Heinrich Hecht, Jahrgang 1955, ist leidenschaftlicher Fotograf. Neben der Architekturfotografie und neben Projekten für die Automobilindustrie ist die Sport- und speziell die Segelfotografie sein absolutes Lieblingsthema. Er hielt schon zahlreiche Regatten, darunter die Olympischen Spiele und der America’s Cup, sowie weitere Sportveranstaltungen mit seiner Kamera fest. Was den Niedersachsen an der Fotografie und am Segeln begeistert, was er für Tipps für Dich hat, um die Dynamik einer Sportart mit der Kamera einzufangen, und Vieles mehr, erfährst Du bei quucy.

 


Alles ist in Bewegung, und man weiß nie, was im nächsten Moment passiert.“ Genau das ist für Heinrich Hecht das Faszinierende an einer Sportart wie dem Segeln und der Sportfotografie. „Damit Du ein Gefühl dafür bekommst, im richtigen Augenblick den Auslöser Deiner Kamera zu betätigen, ist es von Vorteil, dass Du die Sportart, die Du fotografieren möchtest, selbst betreibst beziehungsweise schon einmal ausprobiert hast“, empfiehlt Fotograf Hecht.

Er selbst segelt schon seit seiner Kindheit. In dieser Zeit kam er auch zu seinem zweiten großen Hobby: der Fotografie. Außerdem golft der Sportfotograf und spielt Tennis, um nur einige seiner sportlichen Freizeitbeschäftigungen zu nennen. Aber das Segeln ist für ihn mehr als eine Sportart, vielmehr ein Lebensgefühl. „Eine intensive und zugleich meditative Erfahrung“, beschreibt er.

 



Vom Hobby zur Berufung

War die Fotografie zunächst nur Hobby, hing Heinrich Hecht nach acht Jahren im Vertrieb und Marketing von Computerunternehmen 1986 seine bisherige berufliche Laufbahn an den Nagel, um sich seiner Berufung zu widmen: der Fotografie. Hecht erinnert sich noch gut an seinen ersten Auftrag zurück, bei dem sich passenderweise seine beiden Leidenschaften trafen: Als Reporter war er beim America’s Cup dabei, der bekanntesten und ältesten Segelregatta. „Beeindruckend“, lautet auch noch ein Vierteljahrhundert später sein Kommentar zu diesem Job.

Seitdem war er sowohl für Fotoprojekte mit der Kamera als auch privat als Skipper regelmäßig auf den Weltmeeren unterwegs: ob vor den Küsten Schottlands, Englands, Afrikas, Amerikas oder vor den Ufern Australiens. „In der Karibik sind wir in einen Hurrikan geraten“, erinnert sich Heinrich Hecht und fügt hinzu: „Und vor Schottland ist die ganze Mannschaft seekrank geworden.“ Entschädigt wurde er für die Strapazen und Gefahren beispielsweise mit unglaublichen Landschaften und unvergesslichen Lichtstimmungen am Himmel, „die schier unmöglich sind: von dunkelroten Sonnenuntergängen bis tiefschwarzen Wolken“.

 

 

Bewegung einfangen

Aber wieder zurück zur Sportfotografie: Um eine Sportart mit der Kamera am besten in Szene zu setzen, gibt es unterschiedliche Herangehensweisen, erklärt der Profi: „Einmal kann es spannend sein, eine Detailaufnahme vom Sportgerät zu machen, sei es vom Golfschläger oder von den Anzeigeinstrumenten, einem Kompass oder vom Tau auf einem Segelboot.“ In diesem Zusammenhang spielt das Experimentieren mit Schärfe und Unschärfe eine Rolle. „Besonders stimmungsvoll sind Bilder mit Sportler und Sportgerät zusammen“, führt Heinrich Hecht weiter aus. „Dabei ist es ganz wichtig, dass dynamische Prozesse auf dem Bild sichtbar werden.“ Ob der fliegende Ball, der auf den Tennisspieler zufliegt, der zum Schlag ausholt, oder der Golfer, der den Ball aus einem Sandloch drischt und dabei jede Menge Sand aufwirbelt: „Das alles erzeugt den Eindruck von Dynamik und gibt die Bewegung der jeweiligen Sportart wieder“, weiß der Fotograf aus Erfahrung.

Beim Segeln bezieht Hecht gerne die Natur mit ins Bild ein. Am liebsten arbeitet er dabei mit dem vorhandenen Tageslicht. Auch wenn seine Bilder das Gefühl vermitteln, mit dem Fotografen an Bord eines Segelschiffes ganz nah am sportlichen Geschehen dran zu sein, entstehen die meisten seiner Regatta-Fotos aus einem neben herfahrenden Motorboot. Noch lieber fotografiert er aus einem Hubschrauber heraus: „Denn dieser ermöglicht es mir, problemlos die Höhe zu variieren und schnell den Standort zu wechseln“, verrät uns Heinrich Hecht abschließend – aber leider steht ihm wie AmateurfotografInnen auch aus Kostengründen nicht immer einer zur Verfügung. <ck>

HOMEPAGE

Möchtest Du noch mehr über Heinrich Hechts Portfolio und seine Projekte erfahren? Dann besuche den Fotografen auf seiner Internetseite: www.hechtphoto.de

HEINRICH HECHT BUCHTIPP

 

Einblicke in Heinrich Hechts Bildband Segel Faszination findest Du übrigens bei unseren Buchtipps.

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