Exklusiver Fototipp vonvon Dmitry Mukhin für Hensel

 

Zehn Licht-Setups für die Fashion-Fotografie

Zehn verschiedene Licht-Setups, die Du mit einem Set aus drei Hensel Kompaktblitzgeräten ganz leicht realisieren kannst

 

Viele angehende Fotografen und Studiofotografie-Neulinge fragen sich, wie ein Set im Studio für das Fotografieren von Fashion aufgebaut wird. Sich etwas ohne Beispiele anzueignen bzw. selbst beizubringen ist oft zeitaufwändig, so dass Hensel einen Artikel über Fashion-Fotografie verfasst hat. 

 

Lichtequipment

 

„Um die Setups möglichst einfach nachbauen zu können, verwendeten wir drei Hensel Integra 500 Plus Kompaktblitze.
Dazu folgende sehr beliebte Lichtformer: 90 cm Octabox, 120 cm Reflexschirm, Beauty Dish, Metallreflektoren, Stripboxen in 60 х 120 cm und 30 х 180 cm (idealerweise sollten diese identisch sein, aber wir arbeiteten mit dem Equipment, das zur Verfügung stand). Zusätzlich setzten wir Reflexwände und Abschatter ein.“

 

Setup 1

„Hier wurde für das Hauptlicht ein silberner Schirm verwendet und ein Stück links von der Kamera platziert. Zwei Blitzgeräte mit Stripboxen sind auf beiden Seiten mit ein wenig Abstand hinter dem Model positioniert.

 

Um Streulicht auf den Hintergrund zu vermeiden, wurden Reflexwände zwischen dem Hintergrund und den Blitzgeräten aufgestellt. Die Reflexwände halten unerwünschtes Licht vom Hintergrund fern und reflektieren es gleichzeitig zurück in Richtung Model. Durch das Gegenlicht erhält das Foto auch insgesamt mehr Tiefe. Der Hintergrund selbst wird nur vom Hauptlicht beleuchtet.

 

Die Intensität der Hintergrundbeleuchtung kann leicht durch die Position des Hauptlichts beeinflusst werden. Wenn Sie das Blitzgerät mit dem Schirm höher positionieren und es stärker nach unten zum Model neigen, wird der Hintergrund weniger stark beleuchtet.

 

Wenn Sie das Hauptlicht niedriger positionieren, fällt ein recht großer Teil des Lichtes mit auf den Hintergrund. Hierbei kann allerdings das Model einen nicht beabsichtigten Schatten werfen.“

 

Skizze vom Aufbau (anklicken für größere Ansicht):

 

 

Setup 2

„Im Vordergrund eines absolut weißen Hintergrunds kommen die strahlenden, satten Farben in der Kleidung des Models perfekt zur Geltung.

 

Wenn ein Hintergrund ausgeleuchtet wird, besteht generell die Gefahr, dass das vom Hintergrund reflektierte Licht die gesamte Aufnahme überstrahlt. Um diese Überstrahlung zu vermeiden, muss man die Belichtung exakt ermitteln. Zusätzlich setzten wir Metallreflektoren ein, um ein Übermaß an Streulicht zu verhindern. Die zwischen den Kompaktblitzgeräten und dem Model positionierten weißen Reflexwände verhindern ein Zuviel an Licht, das von hinten auf das Modell trifft.

 

Das seitliche Licht der hinteren Kompaktblitzgeräte strahlt relativ direkt auf den Hintergrund ohne das Model zu treffen. Beides, das direkte Licht und die Reflexion von der Rückseite der Reflexwände, erhellen den gesamten Hintergrund, ohne dass ein Schatten vom Model geworfen wird. Die Vorderseite der weißen Reflexwände fungiert als zusätzliche Aufhellung und reflektiert das Licht der Hauptbeleuchtungsquelle.

 

Auf dem finalen Bild ist der Kontrast gut wahrnehmbar und jedes Detail der Kleidung deutlich zu erkennnen.“

 

Skizze vom Aufbau (anklicken für größere Ansicht):

 

 

Setup 3

 

„Hier handelt es sich um ein sehr einfaches Setup. Als Hauptlicht verwendeten wir einen Kompaktblitz mit einer Octabox.

 

Wir machten eine Ganzkörperaufnahme des Models und hatten dafür eine eine 30 x 180 cm Stripbox im Einsatz, die links vom Model platziert wurde. Diese Art von Stripbox ist ideal für Ganzkörperaufnahmen. Am Ende hatte wir ein gut ausgeleuchtetes Foto, bei welchem das Model deutlich und plastisch vor dem dunkelgrauen Hintergrund zu sehen ist.“

 

Skizze vom Aufbau (anklicken für größere Ansicht):

 

 

 

Setup 4

  

„Zeit für ein Setup mit nur einer Lichtquelle! Als Hauptlicht kam ein Kompaktblitzgerät in Kombination mit einer Octabox zum Einsatz, meinem Lieblingslichtformer. Das Model platzierten wir zwischen zwei Reflexwänden, welche das Licht reflektieren.

 

Das alleine reichte aus, um ein Motiv mit nur einem Blitzkopf interessant darzustellen. Wie Sie sehen können, ist der Hintergrund gleichmäßig beleuchtet.

 

Warum ist die Octabox eines meiner Lieblingsteile? Weil ich schon immer ihr weiches (ähnlich dem eines weißen Reflexschirmes) aber leicht zu kontrollierendes Licht (= weniger Streulicht) mochte. Zudem erhalten wir durch eine Octabox einen nahezu runden Reflex im Auge, während wir bei rechteckigen und quadratischen Softboxen ein eckiger Reflex entsteht.“

 

Skizze vom Aufbau (anklicken für größere Ansicht):

 

 

Setup 5

  

„Bei diesem Setup kommt das Hauptlicht von einer Octabox. Wir beleuchteten die hintere Seite des Models mit einer Stripbox und schirmten den Hintergrund mit einer Reflexwand ab, um Streulicht wirksam einzudämmen.

 

Um einen Verlauf im Hintergrund zu erzeugen, nutzten wir einen Kompaktblitz in Kombination mit einem 12″ Reflektor und einer Wabe. Dadurch wurde sowohl der Verlauf, als auch der auf dem Hintergrund sichtbare leichte Spoteffekt erzeugt. Der Hintergrund wird dadurch um einiges plastischer

 

Zusätzlich eingesetzte Farbfolien könnten hier einen noch größeren Effekt bewirken. Der graue Hintergrund würde farbiger und damit der Blick des Betrachters noch schneller eingefangen. Versuchen Sie es mit unterschiedlichen Farben, die Effekte sind teils sehr beeindruckend. Die Größe des Spots kann mit Hilfe von Waben mit unterschiedlich feinem Wabengitter unkompliziert angepasst werden.“

 

Skizze vom Aufbau (anklicken für größere Ansicht):

 

Setup 6

„Für eines der vorherigen Bilder (Setup 4) erstellten wir einen dunkelgrauen Hintergrund.

Durch Hinzufügen eines Hintergrundlichts mit einem 7″ Reflektor mit Wabe wurde hier die Stimmung des Bildes verändert. Dieses Beispiel zeigt am besten, wie ein Setup (einfach und schnell) verändert bzw. ergänzt werden kann, um ein vordefiniertes Ziel zu erreichen.“

Skizze vom Aufbau (anklicken für größere Ansicht):

 

Setup 7

 

„Bei der Ganzkörperaufnahme mit einem ziemlich großen Model sollte (in diesem Fall) die Ausleuchtung von vom Kopf bis zu den Füßen, sehr gleichmäßig erfolgen. Ein Kompaktblitz mit einer Stripbox (30 x 180 cm) als Hauptlicht erleichterte diese Aufnahme.

 

Für die Hintergrundbeleuchtung nutzten wir ebenfalls eine Stripbox. An beiden Seiten des Models installierten wir jeweils einen Abschatter, um dadurch so gut wie nur möglich jede Rückreflexion auf das Modell zu vermeiden.“

 

Skizze vom Aufbau (anklicken für größere Ansicht):

 

 

Setup 8

 

„Nur nicht aus dem Rahmen fallen: Als Hauptlicht setzten wir hier einen Kompaktblitz mit einer Octabox ein.

 

Die Hintergrundbeleuchtung durch eine Stripbox wurde hinter dem Model auf der linken Seite platziert und so hoch positioniert, dass auch das Haar ausgeleuchtet wurde.

 

Um eine Aufhellung von rechts zu bekommen, wurde auf der rechten Seite des Models eine Reflexwand eingesetzt.

 

Dieses an sich einfache Setup ermöglicht eine schöne homogene Hintergrundbeleuchtung und ein gleichmäßiges, aber auch nicht zu flaches Licht für das Model.“

 

Skizze vom Aufbau (anklicken für größere Ansicht):

 

 

Setup 9

 

„Ein Schirm wird meist weniger im Studio genutzt, während er on Location, aufgrund seines kompakten Packmaßes und der schnellen Einsatzfähigkeit, ein sehr beliebter Lichtformer ist.

 

Für das Hauptlicht setzten wir einen silbernen Schirm in Verbindung mit einem Schirm-Flooodreflektor ein. Diese Kombination ergibt ein recht brillantes und dennoch nicht zu hartes, umfließendes Licht.

 

Zudem kann durch Verschieben des Schirmes im Schirmhalter der Ausleuchtungscharakter verändert werden: näher zum Reflektor positioniert (härter) oder weiter entfernt vom Reflektor (weicher).

 

Der silberne Schirm wurde rechts leicht über dem Kopf des Fotografen positioniert, so dass das Licht abwärts leuchtete (siehe Schatten unter dem Kinn).“

 

Skizze vom Aufbau (anklicken für größere Ansicht):

 

 

Setup 10

 

„Hier wurde ein Beauty Dish mit vorgesetzter Wabe als Hauptlicht eingesetzt. Das Ergebnis ist ein relativ weitwinkliges Licht mit einer Konzentration in der Mitte.

 

Auf beiden Seiten des Models platzierten wir lichtabsorbierende Abschatter. Das Model trägt eine schwarze Lederjacke, welche mit einem Tubus-Engstrahler zusätzlich so beleuchtet wurde (linkes Bild), dass der der Hintergrund davon unberührt blieb und daher schwarz erscheint.

 

Auf dem rechten Foto leuchteten wir den Hintergrund mit einem 9″ Standardreflektor aus um die Trennung der Jacke zum Hintergrund zu verbessern.


Die Jacke / das Model wurden beim rechten Bild nur durch den Beauty Dish ausgeleuchtet.“

 

Skizze vom Aufbau (anklicken für größere Ansicht):

 

Schlussfolgerung

Insgesamt ist festzustellen, dass gute Bilder auch mit nur ein oder zwei Blitzgeräten gelingen. Beim Einsatz von drei oder mehr Geräten sind Dir Möglichkeiten und Deiner Kreativität keine Grenzen mehr gesetzt. Einer der Gründe, warum viele Studioblitzhersteller, wie auch Hensel, Kits mit drei Kompaktblitzgeräten inkl. Lichtformer in einer praktischen Tasche anbieten.


Danksagung

Wir danken hensel-studio.ru,  dem exklusiven russischen Vertreter von Hensel, für den technischen Support und die Unterstützung bei der Organisation des Shootss.

Team
Fotografin und Stylistin: Ira Bachinskaya, @irabachinskaya_photographer
Autor and technischer Spezialist: Dmitry Mukhin
Make-Up: @VASILISA (Елена Васильева)
Models: Yulia Khan, Sima Rybakova, Yulia Kozhukhova, Violetta Orlova.



PRODUKTEMPFEHLUNG

Hensel WIFI Remote

 

Die komfortable Fernbedienung für Hensel Blitzgeräte

 

hensel wifi remote

 

Hensel gehört zu den Pionieren im Bereich der drahtlosen Steuerung von Blitzgeräten mittels Computer: Bereits für die 1998 vorgestellten Tria Generatoren gab es die „Flash Link“ Soft- und Hardware, welche in vielen Studios verwendet wurde. Doch dank der immensen Fortschritte im Bereich der Kommunikationstechnik, bieten sich heute weit mehr Möglichkeiten.

 

Zudem stehen mit Smartphones und Tablets Geräte zur Verfügung, die ideal als mobile Fernsteuerungen geeignet sind. Somit können Anwender/innen jetzt mittels der App „Hensel WiFi Remote“ direkt vom Aufnahmestandort die Blitzgeräte steuern und alle Einstellungen direkt kontrollieren. Dies ist eine große Hilfe z.B. bei der Arbeit On Location oder ohne Assistenten. Komplexere Aufbauten im Studio können gespeichert und somit jederzeit zügig reproduziert werden, was die Produktivität merklich erhöht.

 

Die Hensel WiFi Remote App ist als kostenloser Download in iTunes und im Google Play Store erhältlich. Windows und OS Versionen sind geplant.

 

 

PRODUKTEMPFEHLUNG

Libec

Innovatives, selbstehendes Einbeinstativ


- Schnelles Feststellen und Lösen dank Foot-Lock Pedal
- Extra große Standfüße
- Maximalhöhe von 189,5 cm
- Als Kit inklusive fluidgedämpften Videokopf


Der japanische Hersteller Libec hat sein neues, innovatives Einbeinstativ „HFMP“ in Deutschland vorgestellt. Es ist das erste, selbststehende Einbeinstativ das sich mit dem Fuß arretieren und wieder lösen lässt. Drei große, gummierte Füße am Boden des Stativs sorgen für ausreichend Stabilität um die Hände von der Kamera zu nehmen.Das erleichtert beispielsweise den Objektivwechsel, bietet aber auch eine hohe Flexibilität gerade für Filmer die alleine arbeiten.

 

Das HFMP ist ab sofort für 199 € ohne, bzw. für 349 € mit Videokopf erhältlich.

PRODUKTEMPFEHLUNG

Oberwerth Damen-Shopper EVE:

Stilvolles Design in herausragender Qualität

 

 

Die Luxus-Taschenmanufaktur Oberwerth erganzt ihr Produktportfolio um den Damen-Shopper EVE. Gefertigt aus edlem, feinnarbigem Rindleder ist EVE ein Statement an Stil und eine Bereicherung zu jedem Outfit. Wie jedes Oberwerth Produkt, zu 100% handgefertigt in Deutschland.

 

 

Die Oberwerth EVE ist ab sofort zu einem Preis von 999 inkl. MwSt. (UVP) in den Farben basalt (taupe) und dunkelbraun über www.oberwerth.de erhältlich.

 

 


Fashion

Besonderheiten beim On Location-Shooting

 

Von einem „On Location-Shooting“ sprechen wir, wenn an einem anderen Ort fotografiert wird. Der große Vorteil besteht im Gegensatz zum Outdoor-Shooting, dass es sich bei einem On Location-Shooting um eine überdachte Location handelt, die auch meistens über ausreichend Steckdosen für Dein Equipment verfügt.


 

In überdachten Locations ist die Sonne meist kein Einflussfaktor. Du behälst mit Deinen Blitzanlagen die Beleuchtungssituation unter Kontrolle. Das bedeutet aber auch, dass Du die notwenigen Blitze mitnehmen musst.

 

Darüber hinaus benötigst Du eine Genehmigung, dort ein Fotoshooting durchführen zu dürfen. Um sicher zu gehen, empfehlen wir Dir, eine schriftliche Vereinbarung zu treffen – ein sogenanntes Property Release.

 

Eine weitere wichtige Frage ist die Kleidung der Models: Wird sie vom Kunden gestellt, bringen die Models ihre eigene Kleidung mit oder muss speziell etwas besorgt werden. Meistens müssen Schuhe und Accessoires organisiert werden. Teilweise haben die Models passende Schuhe. Für die Planung heißt das, dass Du den Modellen genau sagen musst, was sie mitzubringen haben. Darüber hinaus empfehlen wir Dir, aus Deiner eigenen Requisitenkiste das ein oder andere mitzunehmen.

 

Bild: Mark Doerr

 

Dann benötigst Du einen oder sogar mehrere Stylisten für Haare und Make-up (MUA). Der Ablauf des Shootings sollte so organisiert werden, dass die Modelle zuerst einzeln fotografiert werden. Damit jedes Modell in Ruhe von dem Stylisten hergerichtet und ggf. die Kleider entsprechend abgesteckt werden können. Darüber hinaus benötigst Du Assistenten, die Dir beim Aufbau und Einrichten des Lichts helfen, beim Objektivwechsel assistieren und auch mal beim Verrücken der Möbel mit anpacken.

 

Models sollten frühzeitig gebucht werden. Auch hier empfehlen wir Dir, eine schriftliche Vereinbarung mit den Modellen zu treffen.

 

An Ausrüstung benötigst Du grundsätzlich neben Deiner Kamera, Blitzanlagen, Reflektoren und Lichtformern ggf. Deinen Rechner, Verlängerungskabel, Mehrfachstecker sowie einen Rollwagen, sodass der Transport vom Auto zur Location schnell vorangeht.



Fashion

Stylinggeheimnisse in der Modefotografie

 

Die Mode wird durch die großen Designer bestimmt. Namen wie Gucci, Valentino sowie Vivienne Westwood sind die wahren Schöpfer der Modestile, die wir Jahr für Jahr, Saison für Saison tragen. Die Trends im Styling werden durch ein paar Redakteure bei großen Modemagazinen bestimmt, wie Eliot Siegel in seinem Buch „Models richtig fotografieren – 1.000 Posen“ beschreibt. Umgesetzt wird das Ganze dann für Werbung, Kataloge und Broschüren - für die unterschiedlichsten Labels.

 

 

Die besten Redakteure visualisieren das Kleidungsstück sofort mit allen möglichen Accessoires – von den Schuhen bis zum Hut. Sie haben Ideen für geeignete Hintergründe im Studio und on Location, das richtige Land und den richtigen Strand. Sie stellen sich das Kleidungsstück an einem bestimmten Model vor, das etwa auf einen Elefanten sitzt oder auf einem Pick-up durch die Baumwollfelder von Alabama fährt.

 

Oft entscheiden Moderedakteure sich für bestimmte Fotografen, weil deren Aufnahmen zu ihrem Styling passen. Viele Fotografen haben einen ganz eigenen Stil, was die Auswahl erleichtert.

 

Der Stylist sieht sich die Kleidung an, nimmt sich das Stylingbudget und geht dann Schuhe, Hüte, Handschuhe, Schmuck, etc. einkaufen, um einem einfachen Kleidungsstück eine ganz besondere Note zu verleihen. Die Auswahl der richtigen Accessoires ist von entscheidender Bedeutung. Sie beeinflussen den Look des Kleidungsstücks und die Stimmung in der Aufnahme, außerdem müssen sie zur Art der Fotosession passen. Modestylisten, die für die besten Modemagazine arbeiten, verwenden Schmuck und Accessoires gern überreich.

 


Das Styling der Models hängt wie das Budget stets vom Kunden und der Art der Publikation ab.

 

Katalogstyling:

Das einfachste Styling ist das für die Katalogfotografie. Der Stylist stellt sicher, dass die Kleidung gebügelt ist und dem Model gut passt. Oft muss mit Nadeln und Klammern nachgearbeitet werden, damit alles gut sitzt. Accessoires werden kaum benutzt, allenfalls grundlegende Dinge wie Schals und Regenschirme.

 

Styling für Broschüren:

Broschüren sind Katalog für den gehobenen Markt und werden schon eher von renommierten Fotografen gemacht als
einfache Kataloge. Auch die Modestylisten spielen hier in einer anderen Liga. Die Budgets sind in der Regel großzügiger als bei Katalogen. Das gibt dem Stylisten mehr Möglichkeiten, seine Kreativität auch auszuleben.

 

Styling für Magazine:

Die Arbeit für Magazine ist der Traum jedes Stylisten, der in der Modewelt dabei sein will. Magazine erzählen „Modegeschichten“ und engagieren spezielle Fotografen, passend zum jeweiligen Projekt. Die Stylisten erhalten alles, was sie für die Session benötigen, denn alle Händler für Kleidung und Accessoires wollen in den populärsten
Magazinen gesehen und genannt werden.

 

Styling für die Werbung:

Die Budgets für die Modewerbung ist meist enorm. Hier können die Stylisten in die Vollen greifen, um die Session mit allen Nötigen auszustatten.

 

Bilder: Apart Fashion



Fashion

Profitipp von Walimex: Light Shooter - Kompakt wie ein Systemblitz, leistungsfähig wie ein Studioblitz


Der Light Shooter ist die perfekte Verbindung zwischen einem Systemblitz und einem Studioblitz. Klein und kompakt wie die bekannten Aufsteckblitze, aber auch leistungsfähig und vielfältig einsetzbar wie ein Studioblitz. Mit einer Leistung von 180 Ws, bzw. 360 Ws kann der Light Shooter mit kleineren Studioblitzen leicht mithalten – und das bei der Größe eines Aufsteckblitzes. Daher ist er der ideale Begleiter, wenn es auf Flexibilität und Mobilität ankommt, wie z.B. bei Outdoor Shootings.

 

 

Natürlich kannst du für besondere Lichtreflexe den Light Shooter auch mit vielseitigem Zubehör wie einem Beauty Dish oder einem Durchlichtschirm ergänzen. Der Light Shooter kann entweder auf dem Blitzschuh auf der Kamera angebracht werden, oder aber auch auf einem Stativ und dann über ein Synchrokabel oder die Funkfernauslösung bedient werden. Er verfügt über zwei Slavefunktionen, so dass er über eine eingebaute Photozelle ausgelöst werden kann. Dadurch können auch mehrere Light Shooter gleichzeitig verwendet werden.

 

Wie kann ich sonst den Light Shooter auslösen? Ganz einfach, entweder über ein ganz normales Synchrokabel mit 3,5 mm Klinkenstecker, oder über einen Funkfernauslöser, wie den walimex pro Operator USB oder direkt über den Mittenkontakt des Kamerablitzschuhs. Die Bedienung ist intuitiv, alle Einstellungen können über das Bedienpanel vorgenommen werden. Die Leistung kann in Drittelblendenstufen von 1/1 bis 1/128 der Leistung, also etwa 7 Blenden geregelt werden.

 

Für welchen Einsatz ist der Light Shooter geeignet?

 

Der Light Shooter ist der ideale Begleiter für alle Einsätze, die außerhalb des Studios stattfinden.

 


a) On Location, z.B. Eventfotografie

Egal ob in einem Saal oder im Freien, mit dem Light Shooter hast du genug Licht dabei. Dank der transportablen Energiequelle bist du auch von der Netzstromversorgung unabhängig. Weiterer Pluspunkt: Mit bis zu 450 Auslösungen
pro Akkuladung hast du ausreichend Energie für ein Shooting dabei. Beim Light Shooter 360 mit Power Porta ist der Akku sogar wechselbar.

 

b) Stroboskopaufnahmen

Der Light Shooter hat die Möglichkeit Stroboskopblitze abzugeben. Dadurch ist es möglich, Bewegungen einzufrieren oder gar ganze Bewegungsabläufe sichtbar zu machen, z. B. wie ein Fußballer einen Ball tritt. Mit einer einfachen Formel kann man berechnen, wie viele Blitze man benötigt, um eine bestimmte Bewegungsabfolge ablichten zu können und was für eine Belichtungszeit man braucht: Belichtungszeit= Gesamtzahl der Blitze/Blitzfrequenz. Die Tabellen für die Blitzfrequenzen findest Du in der Bedienungsanleitung.

 

Deine Chance für professionelle Bilder on Location – und das bei größter Flexibilität!

 

PS: Günstig erhältlich ist der Light Shooter bei Foto Koch

 

 






Farbe

Light & Shoot: Modefotografie mit projiziertem Bild


Raul Higuera ist einer der 100 führenden Werbefotografen der Welt. Er fotografiert u. a. für globale Marken wie Coca Cola, Marlboro, Renault und Chevrolet. Seine Modebilder sind regelmäßig in Vogue, Elle und Marie Claire zu sehen.

Bild: Raul Higuera nahm dieses Foto mit einer Canon EOS 5D MkII auf.

 

Raul Higuera schuf dieses fantastische Bild in seinem New Yorker Studio für die kolumbianische Modedesignerin Silvia Alfonzo. Im Gegensatz zu seiner Studioarbeit, bei der er auf große, teure Sets zurückgreift, sind die hier verwendeten Materialien eher bescheiden.

 

Die Projektion eines Bildes stellt eine großartige Methode dar, um eine ansonst einfache Studioaufnahme interessant zu machen. Wichtig ist allerdings, dass die Projektion den Aufbau ergänzt und ihn nicht bekämpft. Bei dieser Aufnahme hat Raul Higuera mit nur sehr wenig Farben gearbeitet: einem weißem Hintergrund, weiße Polystyrol-Blöcke, einem neutral gefärbten Boden und einem weiß gekleideten Model. Es ist das projizierte Bild, das für Farbe sorgt, und selbst das nur in einer einförmigen Palette aus Cyan-, Blau- und Lilatönen.


Es gibt verschiedene Methoden, um ein Bild zu projizieren. Ein Spotlight-Blitz, der es erlaubt, ein Gobo durch eine Farbtransparenz zu ersetzen, ist eine großartige Lösung, falls Du eine relativ kurze Belichtungszeit verwenden willst. Das bedeutet allerdings, dass Du eine passende Transparenz zum Projizieren benötigst, während ein digitaler Videoprojektor es Dir erlaubt stattdessen eine Datei zu nutzen, wodurch Du viel flexibler in der Wahl des Quellmaterials bist.


Bei dieser Aufnahme ist das Model relativ konventionell ausgeleuchtet: zwei Profoto-Studioblitze mit normalen Reflektoren, die allerdings hinter Rauls Hauptlichtquelle zurücktreten – einem Videoprojektor dicht neben der Kamera. Dies macht die Aufnahme aus: das projizierte Bild einer abstrakten Wendeltreppe. Der Blick des Betrachters wird nach oben zum Model geführt, während die abstrakten grünen Formen, erzeugt mit einem Laser, zusätzliche Details liefern.






Korrekte Belichtung

Um technisch einwandfreie Beauty- und Fashionaufnahmen zu fotografieren, ist es wichtig, dass Du die Belichtungsparameter kennst. Die Belichtungsmessung, die in der Kamera verbaut ist, hat den Nachteil, dass sie die Helligkeit, die beispielsweise am Gesicht des Models herrscht, nicht an sich misst, sondern lediglich die Reflexion der Helligkeit vom Gesicht. Gemessen wird immer nur eine Näherungslösung, gar nicht das tatsächlich herrschende Licht, sondern lediglich die Reflexion. Dieses führt zu Fehlbelichtungen.


Bild links „Frau in transparenter Bluse": Wenn Dir danach ist, darfst Du das Bild ordentlich über- oder unterbelichten. Hauptsache, es gefällt Dir. Jens Brüggemann wählt gern mal extreme Einstellungen aus, wie bei diesem Foto. / Bild rechts „Mann mit Fellkapuze": Wenn Jens Brüggemann z. B. Portäts im Gegenlicht fotografiert, weiß er, dass je nach Bildausschnitt und Hintergrund die Gefahr besteht, dass das Gesicht des Models zu dunkel wiedergegeben wird. In diesem Fall musste er überbelichten. Das macht er, indem er entweder manuell eingreift oder aber die Plus-Minus-Korrektur auf Plus stellt. Bei diesem Foto war die Korrektur +1 1/3 Blendenstufen. Nikon D3S mit 1/200mm Nikkor. 1/400 s, Blende 5, ISO 200. (Bilder: Jens Brüggemann / „Modelfotografie")


Darüber hinaus spielt in der Fashionfotografie die Art des Stoffes eine wesentliche Rolle bei der Reflektion des Lichtes und damit für die Belichtungsmessung. Ein glänzender Stoff reflektiert deutlich mehr Licht als ein matter. Samt zum Beispiel schluckt Licht besonders gut. Aufpassen musst Du besonders bei besonders hellen und dunklen Motiven. Die Eichung der Kamera internen Belichtungsmessung auf ein mittleres, 18%iges Grau würde bei solchen Motiven zu einer Fehlbelichtung (Unter- bzw. Überbelichtung) führen.

In der Fotografie gibt es drei Parameter, die die Belichtung steuern:

  • Belichtungszeit (Verschlusszeit)
  • Blende
  • ISO-Empfindlichkeit


Ihr Zusammenspiel führt zu einer richtigen oder falschen Belichtung. Außerdem sind sie wesentliche Faktoren für kreative Gestaltung. So kannst Du mit der Wahl der entsprechenden Verschlusszeit Bewegung einfrieren (z. B. fliegende Haare) oder darstellen (z. B. Beine in Laufbewegung).

Die ganzen Blendenstufen bei Objektiven: 1 – 1,4 – 2 – 2,8 – 4- 5,6 – 8 – 11 – 16 – 22 – 32 – 45 –64 – 90 – 128 – ...Damit wird klar, wie groß der Unterschied in der Lichtstärke zwischen zwei verschiedenen Objektiven mit der Lichtstärke von 5,6 und 2 ist: drei ganze Blendenstufen. Oder anders ausgedrückt, das lichtstarke Objektiv mit der Anfangsöffnung von 2 ist 8x lichtstärker als das mit der Anfangsöffnung von 5,6. Denn jeder Schritt in der Skala von rechts nach links bedeutet eine Zunahme der Lichtstärke um das Doppelte.

Die ganzen Blendenstufen bei Verschlusszeiten (in Sekunden): 1/1 – 1/2 – 1/4 - 1/8 – 1/15 – 1/30 – 1-60 – 1/125 – 1/250 – 1/500 – ...Auch hier gilt, dass ein Schritt in der Skala von rechts nach links eine Zunahme des berücksichtigten Lichts bedeutet, und zwar genau doppelt so viel. Zum Beispiel 1/15 Sekunde doppelt so viel wie 1/30 Sekunde. Licht addiert sich also, und verdoppelt man die Zeit, verdoppelt sich auch entsprechend die Lichtmenge.

Die ganzen Blendenstufen bei den ISO-Werten: 25 – 50 – 100 – 200 – 400 – 800 – 1600 – …

Hier gilt die umgekehrte Reihenfolge. Die Verdoppelung der Lichtmenge erfolgt hier, wenn Du von links nach rechts in der Skala gehst. Die Lichtempfindlichkeit von ISO 800 ist doppelt so empfindlich wie die von ISO 400.

Folgende Parameter führen somit zur gleichen Belichtung des Fotos:

  • 1/125 s, Blende 5,6, ISO 400
  • I/500 s, Blende 4, ISO 800
  • 1/30 s, Blende 8, ISO 200
  • 1/30 s, Blende 16, ISO 800
  • 1/8 s, Blende 11, ISO 100


Generell solltest Du die Wahl für die Parameter-Kombination mit Sorgfalt vornehmen, denn schließlich entscheidet sie wesentlich darüber, wie nicht nur die Belichtung Deines Bildes ausfällt, sondern zum Beispiel auch, ob das Foto Verwacklungsunschärfen aufweist, wie groß der Schärfentiefenbereich ausfällt und ob Bildrauschen auftritt.



Wie wichtig die Bildidee bei Beauty- & Fashionaufnahmen ist

Der Profifotograf Jens Brüggemann berichtet in seinem Buch „Modelfotografie“, dass er bei schätzungsweise 80 Prozent aller Model-Aufnahmen zu Beginn des Shootings keine Bildidee hatte. Er lässt sich gern beim Fotoshooting vom Model inspirieren. Generell hängt viel von der Kleidung ab. Sie bestimmen einen nicht unwesentlichen Teil der Bildaussage und beeinflussen die Bildgestaltung.


Bild links „Frau vor Rautenwand": Bei diesem Fotoshooting nutzte Jens Brüggemann ein paar bunte Sitzkissen, die er vor Ort fand und zu einer Wand aufgestapelte. / Bild rechts „Golferfoto": Menschen werden gern im Zusammenhang mit ihren Hobbys fotografiert, denn damit verbinden sie Lebensfreude. (Bilder: Jens Brüggemann / „Modelfotografie")


Zu Beginn des Fotoshootings solltest Du daher erst einmal die Kleidung Deines Models selektieren
. Alles, was Du ungeeignet dafür empfindest, sollte weggepackt werden. Anschließend solltest Du Dir überlegen, was in Deinen Augen zum Model passt und welche Hintergründe geeignet sind. Jens Brüggemann bespricht generell seine Ideen mit dem Model, damit dieses möglichst frühzeitig in die Ideenfindung einbezogen wird.  

Eine Bildidee entwickelt sich häufig aus den verschiedenen „Zutaten“: Model, Kleidung, Requisiten und passende Hintergründe. Für Aufnahmen, die auch ohne große Vorbereitung funktionieren, benötigst Du keine konkrete Bildidee. Du fotografierst innerhalb gewisser Gegebenheiten und machst einfach „das Beste“ daraus. Vor diesem Ansatz haben viele Fotografen großen Respekt. Was passiert, wenn man einen Blackout hat und auf einmal nicht weiß, wie man das Model fotografieren soll? Die meisten Profifotografen haben sich Gedanken über eine konkrete Bildidee gemacht, bei der möglichst viel vorab geplant und entsprechend wenig dem Zufall überlassen wird.

Vor einem Fotoshooting solltest Du Magazine und/oder Bildbände durchblättern. Du entwickelst automatisch Bildideen. Wenn Du Dir selbst vor einem Fotoshooting eine konkrete Aufgabe stellst, wirst Du in der Vorbereitung ganz anders vorgehen als ohne Aufgabenstellung. Schon Tage vor dem Shooting wirst Du Dir Gedanken über die gelungene Umsetzung machen. Du wirst Dich automatisch nach passenden Requisiten umschauen und Dir eine wirkungsvolle Beleuchtung überlegen. Diese zielgerichtete Vorgehensweise ist äußerst sinnvoll und wünschenswert.


Bild links „Frau in Tuch gehüllt": Wenn ein Model kaum Kleidung mitbringt, dann weißt Du, dass es gern Erotik-Fotos haben möchte. Schau unter Deinen Requisiten, ob Du irgendetwas für die Fotoaufnahme mit dem Model findest. Bei diesem Fotoshooting hatte das Model keine brauchbaren Sachen dabei. Jens Brüggemann fand dieses transparente Tuch in einem seiner Schränke und hüllte das Model damit ein.


Bei einem komplett freien Fotoshooting solltest Du Dich einige Tage davor mit dem Model zum Brainstorming verabreden, um mit ihr bzw. ihm eine Bildidee zu entwickeln. Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass Du eine Bildidee entwickelst, die zum Typ des Models passt oder mit dem sich das Model identifizieren kann. Beim Brainstorming kommen viele interessante Ideen auf den Tisch. Die Machbarkeitsanalyse zeigt, ob sie in die Realität umgesetzt werden können. Ein Ansatzpunkt bei einem Brainstorming können die Hobbys des Models sein. Gern fragt z. B. Jens Brüggemann  gezielt danach, denn schon häufiger waren ausgefallene Freizeitbeschäftigungen des Models Ausgangspunkt für nicht ganz alltägliche Fotoshootings. Der Vorteil, wenn Du Dein Model beim Ausüben eines Hobbys fotografierst, ist, dass es viel lässiger und souveräner das Fotoshooting angeht.



Make-up-Grundlagen bei der Beauty- & Fashionfotografie

Das wichtigste am Make-up ist eine gute Grundierung, da sie bei der Retusche viel Arbeit erspart und die gesamte Haut des Models weicher, samtiger und reiner erscheinen lässt. Kleine Unreinheiten werden schon mit der Grundierung überdeckt. Womit aber sehr vorsichtig umgegangen werden sollte, ist mit Puder.


Der professionelle Fashionfotograf Michael Gelfert berichtet in seinem Buch „Fashion-Fotografie“, dass er ganz klar Fluid-Grundierung für Beauty- & Fashionaufnahmen bevorzugt. Puder kann besonders in den Hautfalten und -ecken krümelige Reste hinterlassen, die dank der hochauflösenden digitalen Technik später bestens sichtbar und nur recht aufwendig und schwer zu retuschieren sind. Puder wird erst ganz zum Schluss und sehr vorsichtig bei seinen Shootings eingesetzt, um das Make-up etwas zu fixieren und noch vorhandene Glanzstellen zu verringern. (Bild: www.awaken-beauty.de)

 

Ein weiterer wichtiger Tipp ist: Mit dem Make-up nicht beim Gesicht aufhören. Gerade bei einem Make-up, durch das sich die Gesichtsfarbe leicht verändert, sollte man auch den Hals, das Dekolleté und ggf. die Schultern mitschminken. In jedem Fall ist es sehr wichtig, alle Übergänge so weich wie möglich zu gestalten. Das alles sind Grundlagen, auf die Du als Fotograf achten musst, auch wenn Du keine Make-up-Ausbildung hast. Deshalb ist es wichtig, vor dem eigentlichen Shooting das Make-up gründlich zu kontrollieren und auf Unebenheiten, Puder-Reste und zu harte Kanten zu überprüfen. Professionelle Make-up-Artists werden das niemals als „Nörgelei“ auffassen.


PRODUKTEMPFEHLUNG


Softlightreflektoren, auch „Beauty Dish“ genannt, gehören zu den populärsten Lichtformern: Ihre Lichtcharakteristik ist weich, aber doch prägnanter als typische Softboxen oder Schirme. Ideale Werkzeuge zur Schaffung klassischer Portraits, markanter People- aber eben auch attraktiver Beautyaufnahmen. Besonders toll ist die Hensel Softdish 80 - denn sie ist faltbar und leicht! Mehr

SHOPPARTNER


Du bist modebewusst, probierfreudig und stöberst gern im Netz nach neuen potentiellen Lieblingsstücken? Dann schau im Webshop unseres Partners Apart Fashion vorbei! Mehr

BUCHTIPP


Ohne Licht gäbe es keine Fotografie. Auch in der Fashionfotografie gehört die Belichtung zu einem der wichtigsten Bestandteile. Denn trotz all der modernen Technologie ist es die Lichtführung, die dem Foto etwas Besonderes verleiht. Genauere Infos zum Fachbuch Light & Shoot. Fashionfotografie in der Praxis bekommst Du bei unseren Buchtipps. Bestellen kannst Du es hier.

BUCHTIPP

 

Profifotograf Jens Brüggemann geht in seinem Buch „Modelfotografie. Profiwissen Beauty-, Fashion- und Erotik-Fotografie“ (mitp Verlag) auf alle wichtigen Aspekte bei Fotoshootings ein, darunter die Bildidee. Bestellen kannst Du es hier

BUCHTIPP

 

Genauere Infos zum Fachbuch bekommst Du bei unseren Buchtipps. Bestellen kannst Du es hier

BUCHTIPP


Fehlt Dir manchmal eine Visagistin, oder ist diese nicht im Budget mit drin? Do it youself und lerne mithilfe des Fachbuchs Make-up BEAUTIST. Schminken mit System von Tanja Meuthen Copertino eine simple und schnelle Methode, die mit wenigen Produkten verblüffende Ergebnisse erreicht. Genauere Infos zum Fachbuch bekommst Du bei unseren Buchtipps. Bestellen kannst Du es hier.

JENS BRÜGGEMANN IM GESPRÄCH

 

Der Experte für Konzertfotografie, Werbefotograf und Buchautor Jens Brüggemann ist unter anderem auch Spezialist für Fashion- und Beatyfotografie. Im quucy-Gespräch berichtet er darüber, was erstklassige Konzertfotos ausmacht und verrät Dir sein zehn besten Tipps, die Du beim nächsten Gig Deiner Lieblingsband ausprobieren kannst. -> Mehr

PRODUKTEMPFEHLUNG


Beim Kameragurt ACAM E25R von Artisan & Artist handelt es sich um einen gänzlich neuen Typ Kameragurt, den Du mit nur einem Finger exakt auf die von Dir gewünschte Länge verstellen und fixieren kannst. Genauere Infos bekommst Du bei unseren Produktempfehlungen. Bestellen kannst Du ihn hier


Generelle Tipps zur Aktfotografie

Gute AktfotografInnen fangen die Schönheit des Models bzw. der Kundn ein und präsentieren sie in einer höchst künstlerischen Weise. Wir zeigen Dir, worauf Du besonders bei der Aktfotografie achten solltest und wie Du von der Ideenfindung, über Model-, Outfit- und Locationwahl bis hin zum Einsatz von Requisiten und Lichttechnik zu kunstvollen Bildern gelangst.

 

(Bilder (1. / 2. v. o.): Thomas Zehnder)

Ideen sammeln

Bevor Du ein Aktfotoshooting durchführst, lege Dir eine Ideenmappe an mit Anregungen für die Lichtgestaltung und Körperhaltung. Es wird Dir und Deinem Model helfen, die Idee später leichter umzusetzen. Inspiration findest Du überall – in Zeitschriften, Anzeigen und Filmen. Auch der Besuch von Kunstgalerien und Museen liefert ebenfalls Ideen. Des Weiteren besuche Workshops und Seminare zum Thema Aktfotografie.

Model und Location auswählen

Das Model ist das wichtigste Element für ein aussagekräftiges Aktfoto, denn es bestimmt den Stil, der zu seiner Persönlichkeit passt. Investiere daher ausreichend Zeit in die Auswahl Deines Models. Wenn Du Dich das erste Mal mit der Aktfotografie näher beschäftigst, solltest Du Deine Freunde ansprechen, ob sie Dir als Modell zur Verfügung stehen. Schildere dem Model in einem Vorgespräch und auch während des Shootings immer klar und deutlich Deine Bildvorstellung. Beachte, dass gerade unerfahrene Models zu Beginn eines Fotoshootings etwas nervös sind. Nach kurzer Zeit entspannen sie sich und zeigen dann selbstbewusst ihre Schönheit, die es einzufangen gilt.

Ein Aktfotoshooting kann überall stattfinden – im Fotostudio, zu Hause, im Hotel oder an einem anderen Ort, beispielsweise draußen.

Styling und Outfits

Wenn es das Budget zulässt, buche einen professionellen Stylisten, der mit unterschiedlichen Frisuren und Make-ups für den jeweils passenden Look sorgt. Er lässt Dein Model glamourös aussehen. Ein gutes Styling führt auch zu besseren Bildern, und Du benötigst hinterher weniger Zeit für die Bildbearbeitung.

Ein gekonntes Aktfotoshooting beinhaltet einen häufigen Kleiderwechsel. Ob Du der Kundin die Kleidungsstücke zur Verfügung stellst oder sie ihre eigenen Sachen mitbringt, das ist egal. Generell ist die richtige Garderobe der Schlüssel für ein erfolgreiches Aktshooting. Beginne mit Naheliegendem, also Set mit BH und Höschen, Unterwäsche und Nachthemd. Schlage aber auch Dinge vor, an die Dein Modell nicht sofort denkt, z. B. eine transparente Bluse oder ein Abendkleid. Alltagskleidung kann auch sexy aussehen, etwa eine halb zugeknöpfte Jeans.

Bitte Dein Modell, auch Kleidungsstücke ihres Lebenspartners mitzubringen. Gehe mit Deiner Kundin alle Kleidungsstücke vor dem Fotoshooting durch, und wähle mit ihr gemeinsam die möglichen Kleidungsstücke aus.

Willst Du Dein Model nackt fotografieren, bitte es, sich eine halbe Stunde vor dem Shooting auszuziehen, um Abdrücke von der Kleidung auf der Haut zu vermeiden.

Requisiten

Verwende für die unterschiedlichen Stimmungen unterschiedliche Hintergründe. Ein dunkler Hintergrund betont die Schatten besonders. Ein hellerer Hintergrund eignet sich bessr für eine Verstärkung von Mitteltönen. Setze nach Möglichkeit keine bunten Hintergründe ein, da diese vom Hauptmotiv ablenken.

Requisiten machen Bilder abwechslungsreicher und versetzen Dein Modell in eine bestimmte Stimmung für das Shooting. Neben Schmuck, Dessous, Accessoires und kleine Requisiten können Spiegel und Beleuchtungszubehör sehr hilfreich bei einem Aktfotoshooting sein. Mit einem Ventilator sorgst Du etwa für Bewegung, während Du reizvolle Hauteffekte mit einer Wassersprühflache oder Olivenöl erzielst.


(Bilder (3. / 4. v. o.): Eva Hilger / www.evahilger-fotodesign.de)

Umgang mit dem Model

Generell setzt die Aktfotografie sehr viel Einfühlungsvermögen voraus. Konzentriere Dich voll auf Deine Kundin und versuche behutsam ein Vertrauensverhältnis zum Aktmodell aufzubauen, damit es sich vor der Kamera wohlfühlt. Um ein Aktmodell vorteilhaft zu fotografieren, nimm Dir Zeit. Wenn Du das Shooting sorgfältig vorbereitet hast, wirst Du mit dem Modell eine entspannte Session haben. Unterhaltet Euch, und heitere die Stimmung durch lockere Sprüche auf.

Du wirst Dein Model oft bitten müssen, etwas an der Haltung zu verändern. Sei höflich, halte den nötigen Abstand ein, und verwende für die Körperteile die entsprechende medizinische Terminologie wie z. B. Po, Brust oder Oberschenkel. Jagonausdrücke sind strengstens untersagt. 

Umlaufe Dein Modell, um seine „Schokoladenseite” herauszufinden.

Dritte Person zum eigenen Schutz

Wenn Du Dein Model nicht gut kennst, nehme zu dem Fotoshooting eine dritte Person hinzu, etwa ein Freund des Models – am besten das gleiche Geschlecht wie Dein Model. Dadurch wird sich Dein Model wohler fühlen. Darüber hinaus kannst Du Dich vor eventuell späteren Beschuldigen schützen.

Lichtgestaltung

Die einfachsten Leuchten erweitern bereits das Aufnahmespektrum. Oft genügt schon eine einfache Videoleuchte oder ein Blitz. Wir empfehlen Dir zunächst nur mit ein bis zwei Licht-Setups zu arbeiten. Wenn die Bildstimmung leichter werden soll, setze eine zweite Lichtquelle ein. Positioniere diese parallel zur Kameraachse, und messe sie auf 1-2 Blendenstufen weniger ein im Vergleich zur primären Lichtquelle. Alternativ kannst Du die Lichtquelle auch hinter oder neben das Model stellen, sodass Du es als Streif- oder Seitenlicht nutzen kannst.

Weniger ist mehr
: Mache das Beste aus den Schatten, indem Du ein einziges Keylight einsetzt. Positioniere es im 45-Grad-Winkel zur Kameraachse, und messe auf Blende f11 ein. Beobachte, wie sich Formen und Schatten bei jeder Bewegung Deines Models verändern. Verändere für interessante Formen ab und zu die Lichtposition.
 
Mit Licht experimentieren: Aufheller, Reflektoren oder Absofter verteilen das Licht und sorgen für einen weichen Hautton – HobbyfotografInnen können aber genauso gut einen Spiegel oder Alufolie verwenden. Softboxen und Durchlichtschirme eignen sich gut für weiches und diffuses Licht. Dagegen erzeugen unbedeckte Reflektoren, Klappen, Warbenvorsätze und -blenden härteres Licht und starke Schatten. Mit Farbfilterfolien au der Lichtquelle kannst Du zusätzliche Farbeffekte ins Bild zaubern.

Zoomen

Für Aktaufnahmen eigenen sich besonders eine Spiegelreflexkamera und Zoomobjektive mit 24-70mm oder 70-200mm Brennweite. Probiere verschiedene Brennweiten bei Deinem Fotoshooting aus, um die Perspektive zu verzerren oder abzuflachen. Im Weitwinkelbereich (16-35mm) erzielst Du interessante Eindrücke beim Fotografieren aus verschiedenen Winkeln. Tele-Brennweiten schmeicheln dem Model. Für den Anfang empfehlen wir Dir ein Allround-Objektiv – z. B. ein 24-105mm Zoom. Ein Stativ benötigst Du nicht, denn Du musst Dich um das Modell herum bewegen, um abwechslungsreiche Bilder aufzunehmen.

Perspektive wechseln

Probiere auch mal aus, abstrakte Aktfotos aufzunehmen. Durch eine geringe Schärfentiefe erzielst Du ansprechende Aufnahmen. Reduziere ruhig mal die Lichtintensität, und wähle eine große Blende aus. Gehe näher an Dein Model heran, und lege den Fokuspunkt auf die Form, die Du hervorheben willst. 


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Strobisten PRO 2Light Studio & onLocation KIT (Quelle: foto morgen)

 

foto morgen steht für Fotozubehör für professionelles Fotografieren. Ob Blitzauslöser, Reflektoren, Objektive, Taschen, Stative oder spezielles Equipment für die unterschiedlichen Fotografie-Bereiche. Gerade dieses Strobisten PRO 2Light Studio & onLocation KIT für Canon ist super für Fashion- und Beauty-Shootings outdoor geeignet. Das komplette Set, mit dem Du für Deinen Außeneinsatz bestens gewappnet bist, beinhaltet einen leistungsstarken Blitz sowie ein Stativ. Die Softbox lässt sich schnell auf- und abbauen und der Fernauslöser ist mit Blitzen oder als Kameraauslöser erweiterbar.

 

Wie Du siehst: foto morgen bietet ein breites Sortiment an hochwertigem Fotozubehör und Studioequipment für Deine persönlichen Bedürfnisse und für alle gängigen Kameras. Ausgeliefert werden die Qualitäts-Produkte zu fairen Preisen übrigens nach ganz Europa.


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Stefan Weis' Buch „Profibuch Aktfotografie" ibeantwortet anhand vieler Beispiele alle Fragen auf dem Weg zu beeindruckenden Aktfotos und räumt mit vielen Gerüchten und Klischees rund um die Aktfotografie auf (erschienen im Franzis Verlag). Genauere Infos zum Fachbuch bekommst Du bei unseren Buchtipps. Bestellen kannst Du es hier

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Critsey Rowes Buch „Boudoir-Fotografie. Stilvolle Aktaufnahmen" ist ein idealer Leitfaden für den Einstieg in ein spannendes und immer beliebteres Fotothema: der stilvollen Aktfotografie (erschienen im Addison-Wesley Verlag). Genauere Infos zum Fachbuch bekommst Du bei unseren Buchtipps. Bestellen kannst Du es hier


Beauyfotografie-Profitipps von Kanjo Take und Olaf Martens

Kanjo Takes Arbeiten sind bekannt für ihre klare, ästhetische Reduktion der Form. Der Maler, Fotograf und Artdirektor verrät, welches Licht er für diesen Beauty-Shot der ungewöhnlicheren Art einsetzte, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Wie Olaf Martens Motiv wiederum solch eine Plastizität an den Tag legt, wird ebenfalls beschrieben.

 

Das ausgewählte Motiv ist Teil eines Anzeigenkonzeptes für verschiedene Produkte gewesen, in diesem Fall ein Beispiel für eine feuchtigkeitsspendende Gesichtslotion. Entstanden ist es auf der Cebit 2003 mit einer Olympus E-1.


Das Gesicht von Model Antea von Modelteam befand sich hinter einer Glasscheibe, welche vorher präpariert wurde.


Schräg von links wurde ein Expert Pro 250 von Hensel mit 9 Reflektor und zusätzlicher Diffusionsfolie als Aufhellung verwendet. Von rechts kam außerdem ein Expert Pro schräg von oben zum Einsatz. Zwei weitere Expert Pro 250 wurden zur gleichmäßigen Ausleuchtung des Hintergrundes eingesetzt.

(Bild links: Kanjo Take, BFF)

 

 

 

 

 




Bemerkenswert an Olaf Martens Motiv ist der kombinierte Einsatz von einem
Ringblitz mit zwei weiteren Flash Heads
. Ersterer wurde klassisch von
vorn
, nämlich direkt an der Kamera, eine Mamiya RZ 67 mit 140 mm Makroobjektiv, angebracht, eingesetzt. Ein Flash Head mit 9 Reflektor beleuchtete den Hintergrund und war dafür verantwortlich, dass dieser nicht zu dunkel wiedergegeben wurde.


Rechts vom Model war eine 80 x 80 cm Ultra Softbox positioniert, welche für ein leichtes Streiflicht und die daraus resultierende Plastizität sorgte. Jede Leuchte war an einen separaten HENSEL 1500 J Generator angeschlossen, wobei mit deutlich reduzierter Leistung gearbeitet wurde.

(Bild unten: Olaf Martens)

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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PASSENDES LICHT

Das passende Licht-Zubehör findest Du bei unserem Fototipps-Partner Hensel.

Über Kanjo Take und Olaf Martens

Seit 1982 arbeitet er als selbstständiger Foto-Designer in Hamburg. Zu seinen Kunden zählen unter anderem bekannte Sportartikelhersteller, Banken sowie Kamerahersteller, des Weiteren große Verlagshäuser und Bierbrauereien. Seine Fotoreisen führten das BFF-Vorstandsmitglied (Bund Freischaffender Foto-Designer) bereits nach China, USA, Australien, Indien und Russland.

 

Weitere Infos findest Du auf der Website www.kanjotake.com.

 



Olaf Martens, Jahrgang 1963, studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig Fotografie. Es folgten zwei Jahre als
Meisterschüler. Er wird zum Shooting Star der internationalen Mode-, Erotik- und Lifestylefotografie.


Seit 1992 arbeitet er als freischaffender Fotograf unter anderem für
den Spiegel, Focus, Stern und viele mehr. In zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen wurden seit 1993 seine Arbeiten gezeigt, viele davon verbunden mit Buchpublikationen.

 

Weitere Infos findest Du auf der Website www.olafmartens.com.