Die Schärfe

Auch die Einstellung der Schärfe ist, gerade in der Foodfotografie, ein sehr beliebtes Gestaltungsmittel, betont der renommierte Foodfotograf Peter Rees in seinem Buch "Foodfotografie", das im mitp-Verlag erschienen ist. Durch den Einsatz von Schärfe und Unschärfe kannst Du unterschiedliche Wirkungen erzielen. 

Ein Bild mit totaler Schärfe ist informativ und unbestechlich. Sie eignet sich für warenkundliche Aufnahmen sowie für technische Geräte oder Phasenfotos, in denen Abläufe erklärt werden sollen.

Die selektive Schärfe hebt ausgewählte Objekte vom Unter- oder Hintergrund ab. Der Block des Betrachters wird hierdurch schnell auf die scharfe Stelle gelenkt. Sie wird häufig bei stimmungsvollen Rezeptaufnahmen eingesetzt.

Die Bewegungsunschärfe wird in der Foodfotografie nur am Rande eingesetzt. Sie verdeutlicht Bewegung und Dynamik. Gerade Phasenfotos verleiht sie eine schöne natürliche Dynamik.

Foto: Peter Rees

Obsttartelettes: Selektive Schärfe, Diagonale und Gegendiagonale

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PRODUKTEMPFEHLUNG

Detox für die Fastenzeit:

Naturbelassene Säfte selbst gemacht

ROMMELSBACHER Slow Juicer ES 240 und Entsafter ES 850/E

 

Nach den kalten Wintermonaten sind Fastenzeit und Frühlingsbeginn willkommene Anlässe, um wieder verstärkt auf eine gesunde Ernährung zu achten. Perfekt geeignet für Detox und mehr Energie sind selbstgemachte, naturbelassene Säfte. Mit dem ROMMELSBACHER Slow Juicer ES 240 werden Obst und Gemüse so schonend verarbeitet, dass nahezu alle Vitamine, Enzyme und Mineralstoffe erhalten bleiben. Auch der Entsafter ES 850/E garantiert leicht gemachtes, aber gesundes alltägliches Detox für Zuhause.

 

Mehr über beide Geräte erfährst Du hier.

 

 



Generelle Tipps zur Food-Fotografie

Wer von uns möchte nicht einmal seine Kreationen aus der Küche bildlich festhalten. Das kunstvoll angerichtete Dessert mit Obstdekoration etwa. Da steht frau manchmal stundenlang in der Küche und hat sich große Mühe gegeben, um seine Lieben zu verwöhnen. Ehe Du Dich versiehst, hat das Festtagsessen allen gemundet, und der Abwasch ruft. Neben dem fotografischen Handwerkszeug gehört eine gut eingerichtete Küche in die Nähe des „Geschehens“. Das heißt, die Küche sollte nicht weit von Deinem Aufnahmeort entfernt liegen, denn Lebensmittel verändern sich schnell.

 

I. Equipment für die Food-Fotografie

 

Zur Grundausstattung einer gut eingerichteten Küche gehören folgende Utensilien (Fotos: © Villeroy & Boch):

  • Herd mit Umluft-Ofen

  • Kühl-Gefrier-Kombination

  • Spüle, vielleicht Spülmaschine

  • Kochtöpfe in verschiedenen Größen und Pfannen – beschichtet und unbeschichtet

  • scharfe Küchenmesser, Schneidebretter und Scheren in verschiedenen Größen

  • Besteck, Teller und Tassen sowie Gläser

  • Kochlöffel, Schneebesen und elektronischer Mixer

  • Küchensiebe in verschiedenen Größen und Küchenwaage sowie Eieruhr

  • viele Schüsseln 

  • Zucker und Salz sowie breite Auswahl an Gewürzen

  • viel Ablagefläche

  • Alu- und Frischhaltefolie

 

Darüber hinaus brauchst Du für die Food-Fotografie weitere wichtige Hilfsmittel:

  • Sprüher gefüllt mit Wasser und/oder einer Mischung auf Wasser und Glyzerin in verschiedenen Größen

    Schminkpinsel zum Entfernen bzw. Säubern von Staub und Krümeln

  • Stecknadeln und Zahnstocher zum Feststecken von Dingen

  • Pipette zum Positionieren von Tröpfchen und kleinen Blasen

  • Malpinsel – vielfach verwendbar, etwa zum Nachziehen einer Soßenkante oder Befeuchten von Schnittkanten

  • Zahnarztbesteck hilft bei Arbeiten, bei denen die Finger zu dick sind (erhältlich oftmals auf Flohmärkten)

  • Wattestäbchen zum Entfernen von Flecken, Schlieren und Topfen

  • Pinzetten zum Drapieren der Speisen

  • Fotoknete – ein Universalhilfsmittel, mit deren Hilfe Du beispielsweise Spiegelchen auch an unmöglichen Stellen befestigen kannst

  • Klebeband (einseitig und beidseitig)

  • Lebensmittelfarbe zum Einfärben aller möglichen Dinge

  • Klammern (von der Wäscheklammer bis zur großen Metallkammer aus dem Baumarkt

  • Holzklötze in verschiedenen Größen – dienen als Platzhalter bzw. als Unterleger

  • Autowachs und/oder Klarlack – als Hilfsmittel für Tropfen auf Gläser

 

 

Darüber hinaus benötigst Du einen Graukeil, mit dem wird zu Beginn des Fotoshootings ein Farbabgleich vorgenommen. Auf diese Weise werden Farbstiche minimiert bzw. eliminiert. ProfifotografInnen arbeiten gern mit einem umfangreichen Requisitenfundus aus Tellern, Tassen und Co. Aber zweifelsohne geht es auch ohne diesen, denn in erster Linie ist Dein „Fotostar“ ein äußerst lecker aussehendes Gericht.

 

Besonders weißes, schlichtes Porzellan lässt sich immer wieder einsetzen und ist wegen seiner Zeitlosigkeit geradezu perfekt für Dein Food-Shooting. Neben Tellern, Tassen und Co. gehören Unter- und Hintergründe in die Requisite. Es kann ein Tisch mit einer Tischdecke, die Tischplatte aus Glas oder Holz, ein weißes Brett, farbiges Papier, Stoffe, Tapeten und/oder Metallplatten, Steine usw. sein. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Am Ende zählt das Gesamtarrangement – die Perspektive, das Licht, die Farbe und Schärfe sowie die Linienführung.

II. Tipps und Tricks von Food-Stylisten

  • Food-Styling fängt beim Einkauf ein. Schon währenddessen solltest Du auf das Aussehen Deiner Lebensmittel achten. Am besten sollten Obst, Gemüse und Co. frisch, fehlerfrei sowie typisch in der Form sein.

  • Anschließend ist die Zubereitung wichtig: Präzises Arbeiten ist hier gefragt, zum Beispiel sollten Gemüse und Fleischstückchen gleichmäßig geschnitten werden. Nur so erreichst Du später ein ästhetisches Gericht.

  • Beim Garen ist darauf zu achten, dass die Lebensmittel nicht zerkochen, sonst verlieren sie zu viel Farbe, und die Struktur geht verloren. Daher empfiehlt es sich, das Gemüse kurz zu blanchieren und in Eiswasser abzuschrecken.

  • Bei grünen Gemüsesorten, wie Brokkoli, Bohnen oder Rosenkohl, ist es gut, dem Kochwasser etwas Natron hinzuzufügen, dadurch bleibt das Gemüse schön grün.

  • Zügiges Arbeiten ist in der Food-Fotografie gefordert, da Lebensmittel schnell ihr Aussehen verändern. Wenn Du etwa einen geschnittenen Apfel aufnehmen möchtest, beträufle die Schnittfläche mit einem Zitronen-Wasser-Gemisch, damit der Apfel nicht braun wird. Das funktioniert auch bei Birnen, Bananen, Avocados, Schwarzwurzeln.

  • Neben der farbigen Veränderung von Obst, Gemüse und Fleisch trocknen die Lebensmittel auch schnell aus. Halte deshalb die Schnittflächen mit Wasser feucht. Hier können wir Dir nur empfehlen, eine Schale mit Wasser und einem großen Pinsel bzw. einen kleinen Wassersprüher in Reichweite stehen zu haben. Große Schnittflächen kannst Du auch mit einem entsprechend großen Stück Frischhaltefolie abdecken. Um gebratenem Fleisch Glanz und ein frisches Aussehen zu verleihen, bepinsle es kurz vor der Aufnahme dünn mit Öl.

  • Ein weiterer Trick ist der, Stiele bzw. Stängel von rohem Obst oder Gemüse abzutrennen und vorübergehend in lauwarmes Wasser zu legen, die Du erst kurz vor der Aufnahme mit einer kleinen Stecknadel wieder am Lebensmittel befestigst. Bei Erdbeeren wiederum solltest Du das Grün nicht abtrennen, sondern mit feuchtem Haushaltspapier abdecken.

  • Nun geht es an die Kunst des Anrichtens. Zu den wichtigsten Hilfsmitteln gehören hier Haushaltspapier, Knödelmasse und Kartoffelpüree. Neben Küchenpapier eignet sich Kartoffelpüree super als Modelliermasse verschiedener Dinge. Teilweise kannst Du auch Klarsichtfolie einsetzen. Bei Eintöpfen greife bitte auf Kartoffelpüree zurück. Es eignet sich gut als Unterlage, damit die schweren Zutaten nicht versinken. Bei klaren Suppen bitte mit einem Geleespiegel arbeiten, da Kartoffelpüree zum Ausflocken neigt.

  • Mit Zahnstochern und Stecknadeln kannst Du gut kleine Dinge, die leicht verrutschen, befestigen. Oftmals gefällt die Farbe an einigen Stellen nicht. Mit Hilfe einer Mischung aus Lebensmittelfarbe und Speiseöl bzw. Lebensmittelfarbe und Wasser kannst Du sehr gut nachhelfen.

  • Durch den Einsatz eines Heißluftföhns lässt sich Käse auf einer Pizza nachträglich sehr gut zum Verlaufen bringen bzw. diverse Lebensmittel Nachbräunen. Hier ist ein wenig Übung und Fingerspitzengefühl gefragt.

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PIXUM FOTOBUCH-TIPP

Pixum Fotobuch

Kochbuch selber machen:

Präsentiere Deine Lieblingsgerichte in einem Fotobuch

 

 

Mit Fotobüchern kannst Du zahlreiche Ideen verwirklichen, beispielsweise kannst Du ein Kochbuch selber machen. Das geht besonders einfach mit einer Fotobuch-Software von unserem Shoppartner Pixum.

 

Wir zeigen Dir hier, wie Du ein Kochbuch selber gestalten kannst.

 

 

IM GESPRÄCH

Christine Ellgers

Hobby wird zur Passion

 

Foto: Chritine Ellgers

 

Die Fotografie ist Christine Ellgers Hobby und wird immer mehr zur Passion. „Mit der digitalen Fotografie und Bildbearbeitung habe ich die Möglichkeit, meine gestalterische Fantasie und Kreativität umzusetzen“, erklärt Christine Ellger. Als Hobbyfotografin hält sie ihre Ausstattung so einfach wie nur möglich. Welche Ausrüstung und Hilfsmittel sie für ihre ansprechenden Frucht-Fotografien verwendet, wie ihre Bilder entstehen und was die Fotografin an der Food-Fotografie fasziniert, darüber spricht Christine Ellger im quucy-Gespräch.

 

Das Interview mit Christine Ellgers kannst Du hier einsehen.

 

 

Tipps für das perfekte Foodstyling

 

Essen und Fotografieren – Wie kannst Du ein Gericht perfekt in Szene setzen. In dem Buch „Fotografieren al dente“ haben die drei Autorinnen Jana Mänz, Dr. Susan Brooks-Dammann und Corinna Gissemann, folgende Tipps für das perfekte Foodstyling zusammen gestellt.

 

  1. Überlade den Teller nicht – lasse Deinem Fotomotiv Freiraum, damit es zur Wirkung kommen kann. In der Foodfotografie gilt das Sprichwort: Weniger ist mehr!
  2. Wähle aber das Geschirr sowie die Dekoration mit Bedacht aus.
  3. Zerkoche das Essen nicht – es wirkt sonst schlapp und farblos. Gemüse am besten dünsten, damit die leuchtende Farbe erhalten bleibt.
  4. Verwende ausschließlich frische Zutaten. Achte darauf, dass Dein Obst und Gemüse keine Druckstellen oder unschöne Verfärbungen hat. Bei der Kräuterdekoration unbedingt die welken Blätter entfernen.
  5. Schlage Deine Kräuter in feuchtes Küchenpapier ein und lege das Päcken anschließend in einer Plastiktüte oder Schale mit Deckel in den Kühlschrank – nicht in ein Glas Wasser stellen!
  6. Reis und Kartoffelpürree bekommte eine schöne Form, wenn Du es in eine Schale gibst und anschließend stürzt.
  7. Überlege Dir genau Deinen Aufbau. Fange mit wenigen Elementen an. Platziere zuerst den Teller und das Besteck. Dann überlege Dir Stück für Stück, wo Du die Dekoration platzieren möchtest. Mach Probeaufnahmen vom Aufbau und überprüfe die Lichtstimmung. Erst, wenn Du mit allem zufrieden bist, positionierst Du das Gericht.
  8. Style Dein Gericht: Spagetti wirken nicht als großer Haufen sondern in kleinen Nestern. Träufel vorsichtig ein wenig Soße über die Nester – nicht zu viel, sonst ertrinkt das Gericht auf dem Foto.
  9. Apropos Soßen: Soßen vorsichtig um das Gericht träufeln oder einen Soßenspiegel wählen. Spiele mit den Farben von der Soße und dem Gericht.
  10. Garniere vorsichtig. Die Garnitur soll im Foto schließlich nur dekorative Akzente setzen
  11. Gehe in die Höhe: Das bringt Dynamik in die Szene. Damit sind Accessoires gemeint, die unterschiedliche Höhen haben, um den Blick „fließen“ zu lassen und Spannung in das Bild bringt.
  12. Bringe unterschiedliche Formen ins Spiel, z. B. rund angerichtete Gerichte auf eckigen Tellern, unterschiedlich geformte Schüsseln, Behälter mit unterschiedlichen Durchmessern. So vermeidest Du Einförmigkeit.

Bild oben: Reimer Eggers, Bild unten: Sabine Kalweit

 

 

 

 

PRODUKTEMPFEHLUNG

Metz mecatech

Leuchtendes Erfolgsmodell

http://www.metz-mecatech.de/fileadmin/fm-dam/bilder/02_foto-elektronik/01_metz_mecablitz_modelle/01_system-blitzgeraete/mecablitz_44AF2/44_AF-2_Produkt_01_72ppi.jpg

Der Sytemblitz 44 AF-2 wurde nicht zuletzt praxisorientiert nach Kundenwünschen verbessert und ist nun mit einem vierstufig regelbaren Hochleistungs-LED ausgestattet, um zusätzlich Licht v.a. bei Videoaufnahmen zu schafften.

 

Ein stabiler Metallfuß (außer Version Sony) mit Schnellverriegelung schafft die sichere Verbindung zur Kamera. Die Kurzzeitsynchronisationen HSS, bzw. FP (kameraabhängig) unterstützten das Blitzen bei Gegenlicht und die aktuellen Kamerafunktionen neuerer Modelle.  

 

Mehr über dieses leuchtende Erfolgsmodell erfährst Du hier.

BUCHTIPP

Fotografie al dente

 

Foodfotografie, die Spaß macht und schmeckt!

 

Bisher waren die Ansprüche an die Technik und an die fotogene Zubereitung der Gerichte so hoch gesteckt, dass die meisten Hobbyköche und -fotografen erst einmal daran scheitern mussten. Dabei geht es auch viel einfacher. Alles ohne teure Fotoausrüstung und kostspieliges Zubehör, dafür mit Improvisation und cleveren Ideen - Schau mal in das Buch "Fotografie al dente".

Die Linie als Gestaltungselement

 

Linien können, wie es Peter Rees in seinem Buch „Foodfotografie“ beschreibt, als geschickt eingesetztes Bildelement helfen, den Blick des Betrachtes zu leiten bzw. zu führen.

 

 Es gibt sie sowohl in waagerechter, senkrechter als auch diagonaler Form. Du musst sie nicht akkurat gerade ausrichten. Sie können auch geschwungen oder in freier Form gewählt sein. Durch kleine Veränderungen können ganz verschiedene Bildwirkungen entstehen. Eine Linie teilt ein Bild in zwei unterschiedliche Teile, die dem Bild je nach Position eine unterschiedliche Gewichtung geben.


Eine waagerechte Linie kann ein Horizont sein bzw. diesen Eindruck vermitteln. Sie sollte generell parallel zum oberen bzw. unteren Bildrand verlaufen. Die senkrechte Linie blockt den Blick des Betrachters und erschwert oder verhindert den Blick in den Raum. Senkrechte und waagerechte Linien solltest Du anwenden, wenn Du eine ruhige Bildsprache für Deine Foodaufnahme gewählt hast.

 

Die wichtigste Linie ist die Diagonale. Sie erzeugt Spannung und Dynamik. Mit Hilfe einer blickführenden Diagonale führst Du den Betrachter zum Interessenpunkt. Sie ist ein beliebter und oft angewandter visueller Manipulator. Achtung: Es besteht die Gefahr, dass der Blick aus dem Bild heraus geführt wird. Deshalb ist es wichtig, am Ende der diagonalen Blickführung ein stoppendes Element einzubauen. Dieses kannst Du z. B. erreichen durch den Einsatz von Gegendiagonalen, wie in dieser Aufnahme mit den Haselnüssen und der Nugart-Rolle.

 

Bilder: Peter Rees. Foodfotografie, mitp

 

 

BUCHTIPP

Peter Rees: Foodfotografie

 

 

Wer von Euch glaubt, für ansehnliche Aufnahmen von Essen müsse mit Leim und Farben tief in die Trickkiste gegriffen werden, der täuscht sich. Der Profi-Foodfotograf Peter Rees lässt Dich an seinem umfangreichen Wissen in seinem Buch "Foodfotografie" teilhaben.

BUCHTIPP

Sweet de Luxe

 

Für alle die gern naschen haben wir ein exkl. Buch entdeckt.

 

 

Dieser fantastische Bildband lädt nicht nur zum Blättern, Schwelgen sondern auch zum Nachmachen und Naschen ein. Nicole Richert hat kreative Rezepte zusammen gestellt, mit denen Dir Pralinen, Törtchen, Macarons, Tartes, Petits Fours, Desserts und vieles mehr gelingt.

 

Mehr über dieses fantastische Buch erfährst Du hier.

Food-Fotografie-Profitipps von Ulrike Holsten und Mathias Neubauer

Für ihre mitunter prominenten Kunden fotografieren die beiden Food-Profis kunstvolle Stillleben, die alles andere als „still" daherkommen. Welches Licht Du für Deine Lebensmittel-Kunstwerke benötigst und wie Du die Beleuchtung am besten positionierst, erfährst Du von den beiden Fotografen anhand konkreter Beispiele.

 

 

Ulrike Holstens Brotmotiv wurde mit nur zwei Kompaktblitzgeräten ausgeleuchtet. Dabei wurde eine Kombination mit einer Softbox Ultra III 100 x 100 cm und einem 12 Reflektor mit Wabe und Streufolie eingesetzt. Beides positionierte die Fotografin als Gegenlicht, die Softbox direkt von hinten, der 12 Reflektor von schräg hinten rechts. Die Aufhellung von vorn erfolgte über eine mit Alufolie beklebte Styroporplatte. Dadurch entstand ein gerichtetes Licht, das jedoch nicht zu hart wirkt und tageslichtähnlichen Charakter hat. Anschließend wurde das auf Colornegativmaterial fotografierte Motiv im Low Color Verfahren im Fachlabor entwickelt. Dabei treten die Farben fast gänzlich zurück, nur sehr kräftige Farben behalten eine Farbanmutung.

 

 

Das linke Bild ist eine Aufnahme aus Mathias Neubauers Serie für eine Kaffeekollektion des deutschen Sternekochs Johann Lafer. Wichtig war dabei, eine möglichst natürliche Lichtanmutung zu erzielen. Daher wählte der Fotograf einen Lichtaufbau, der einem „Halbzehnmorgensfrühstückslicht" entspricht.

 

Die Ausleuchtung wurde wie folgt erzielt: Mit einem EXPERT Pro 500 und einem 12" Reflektor setzte Mathias Neubauer das Gegenlicht, indem eine weiße Aufhellwand hinter dem Motiv angeblitzt wurde. Der relativ harte Schatten wurde direkt von hinten links mit einem EXPERT Pro 250 mit eingeclipster Wabe erzeugt. Um die warme Lichtstimmung zu bekommen, arbeitete der Fotograf indirekt mit einem weiteren Kompaktgerät 250 mit 9 Reflektor und zusätzlicher, orangener Folie gegen die weiße Studiodecke geblitzt. Von vorne wurde mit einem goldenen Reflektor leicht aufgehellt.

 

Das passende Licht-Zubehör findest Du bei unserem Fototipps-Partner Hensel unter www.hensel.eu.

 

 

PASSENDES LICHT

Das passende Licht-Zubehör findest Du bei unserem Fototipps-Partner Hensel.

Über Ulrike Holsten und Mathias Neubauer

Ulrike Holsten ist eine der bekanntesten deutschen Stilliferinnen mit dem Schwerpunkt Food-Fotografie. Sie arbeitet hauptsächlich für Kunden aus den Bereichen Werbung und Editorial. Unter anderem hat Sie für sechs Bücher die Fotos erstellt. Darunter auch das Buch „Kap-Küche. Eine kulinarische Reise in die Kapprovinz Südafrikas". Dieses Buch hat mehrere internationale Preise für Gestaltung, Fotografie und Design erhalten und wurde komplett von ihr produziert, geschrieben und fotografiert!


Die Fotografin arbeitet fast ausschließlich mit Mittel und Großformatkameras wobei unterschiedlichste Lichtkombinationen zum Einsatz kommen. Dabei werden von ihr immer neue Varianten erarbeitet. Insbesondere bevorzugt sie Mischlichtsituationen mit unterschiedlich großen Anteilen von Blitz- und Tageslicht.

 

Weitere Infos findest Du auf der Website www.ulrike-holsten.de.

 



Mathias Neubauer, Jahrgang 1970, ist ausgebildeter Lithographenmeister und Grafik-Designer. Er arbeitete lange Jahre als Trainer für kreative Bildberarbeitung und digitale Fotografie in einem Softwareunternehmen. Seit 1998 betreibt er ein eigenes Studio als freischaffender Grafiker und Fotograf. Unter anderem zählt er auch die Würzburger Blitzmacher zu seinen Kunden.

 

Fotografisch sind seine Arbeitsgebiete sehr vielseitig. Natur- und Reise- Reportagen, Peoplefotos für Bank- und Geschäftsberichte, Landschaftskalender für Verlage, vieles für die Musikszene und seit einiger Zeit mit voller Leidenschaft die Food-Fotografie. Gearbeitet wird mit allen Formaten von Kleinbild bis Großformat. Analog und Digital.