Generelle Tipps zur Porträtfotografie


Das Wichtigste ist, dass sich Dein Modell wohl fühlt. Wenn Du im Studio das Fotoshooting durchführst, sollte die Raumtemperatur für beide Seiten angenehm sein. Bevor Du mit dem Fotografieren beginnst, solltest Du Dir Dein Modell genau von allen Seiten und Perspektiven betrachten.

Das A und O in der Porträtfotografie sind außerdem die richtige Ausleuchtung, die Aufnahmeposition und das Spiel mit verschiedenen Lichtquellen. Aufheller, Reflektoren oder Absofter verteilen im Sudio das Licht und sorgen für einen weichen Hautton. Wenn Du alles nicht zur Hand hast, lasse Dir von jemanden helfen, der mithilfe einer Alufolie das Gesicht aufhellt. Teste auch mal eine goldfarbende Folie – sie reflektiert einen warmen Ton.


Weil das normale Tageslicht in vielen Fällen nicht mehr ausreicht, ist für Aufnahmen in geschlossenen Räumen ein Stativ nötig. Du bist konzentrierter und Dein Blick richtet sich mehr auf Dein Modell. Die beste Brennweite für Porträtaufnahmen ist ein Objektiv mit 35 - 85 mm. Um ein Modell vorteilhaft im Bild festzuhalten, solltest Du Dir grundsätzlich Zeit nehmen und folgende Tipps für gelungene Porträts beachten:


(Foto rechts: © Pernella Raffalt)

  • Sorge für einen ebenmässigen Teint bei Deinem Modell – Augenränder gegebenenfalls mit getönter Creme abdecken.

  • Schaue, ob die Haar bei Deinem Modell ordentlich liegen und das Make-up perfekt sitzt – style notfalls etwas nach.

  • Unterhalte Dein Modell, und heitere es durch lockere Sprüche auf.

  • Beobachte Dein Modell genau, damit Körperhaltung und Gesichtsausdruck richtig zur Geltung kommen. Achte besonders auf die Mimik Deines Gegenübers.

  • Umlaufe Dein Modell, und suche die „Schokoladenseite” der Person. Fotografiere Gesichter lieber nicht von unten, diese erscheinen dann fülliger.

  • Warte nicht zu lange, um auf den Auslöser zu drücken, denn ein eingefrorenes Lächeln wirkt unnatürlich. Betätige ruhig mehrmals den Auslöser.

  • Beobachte genau den Stand der Sonne. Ein Gesicht sollte nicht im Schatten liegen, sondern von der Sonne gut ausgeleuchtet werden.

  • Achte darauf, dass Dein eigener Schatten nicht in den Bildausschnitt fällt.

  • Lasse Dein Modell nicht in die Sonne blinzeln – es wirkt unvorteilhaft.

  • Mache keine Porträts im Gegenlicht, denn diese werden dunkel und wirken leblos. 


  • Wenn Du Aufnahmen in Studio aufnimmst, führe genau Lichtregie, sonst wirken die Aufnahmen „tot”. Besonders bei Schwarz-Weiß-Aufnahmen ist eine genaue Lichtregie wichtig.

    (Foto oben links: © Thomas Zehnder)


    Eyecatcher in der Portätfotografie

Eyecatcher sind Blickwinkel, die dafür sorgen, dass die über das Bild schwirrenden Augen des Betrachters an einem Ankerpunkt hängen bleiben und dem Betrachter zum Verweilen einladen. Oft ist es nur ein kleines Detail, das den großen Unterschied zur heutigen Bilderflut ausmacht.

Bei dieser Aufnahme von Jes Johannsen ist es der Blick auf den Schleiher und das geflochtene Haar der Braut.


(Foto unten: ©
Jes Johannsen)

 

 

 

 

 

 

 

 

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BUCHTIPP

 

Ein halbes Jahrhundert Popgeschichte

Fünf Grammys, elf Mal als Solokünstler in den deutschen Album-Top Ten und Autor von über eintausend Songs – Paul McCartneys Karriere ist in jeder Hinsicht von Superlativen geprägt. 

 

Nun schreibt der renommierte Rock-Biograf Philip Norman seine Geschichte auf – erstmals mit McCartneys Einverständnis und unter Einbezug von Freunden und Familie. So entsteht ein kenntnisreiches Portrait von Pauls oftmals nicht ganz einfachen Beziehung zu John Lennon, der tragischen Zeit nach der Auflösung der Beatles und des Kampfs zurück in den Pop-Olymp mit den Wings, der fast dazu geführt hätte, dass McCartney in Afrika ermordet worden wäre. 

 

Norman legt hier mit bisher unveröffentlichten Details und kritischen Erkenntnissen die umfassende Biografie einer der größten musikalischen Legenden unserer Zeit vor.

 

Die Biografie von Paul McCartney ist ist Piper Verlag für 32,-- Euro erschienen. 

 


PRODUKTEMPFEHLUNG

Rollei 

 

Mobiler Studioblitz von Rollei

 

 

Mit dem HS Freeze 4 hat Rollei einen mobile, akkubetriebenen Studioblitz angekündigt, der nur etwas über zwei Kilo wiegt und mit einer Akkuladung bis zu 500 Blitzauslösungen bei voller Leistung von 400 Ws ermöglichen soll. Mit einer Funkreichweite von bis zu 300 Metern, seiner Handlichkeit und dem austauschbaren Akku ist der Freeze 4 gut für mobile Einsätze geeignet.

 

Für den Betrieb reicht es, den Funksender mit dem Blitzkopf verbinden; Kabelverbindungen sind überflüssig. Den HS Freeze 4 inklusive Reflektor mit 5 Farbfolien gibt es für 599,99 Euro (UVP).

 

Mehr zu dem mobilen Blitzgerät erfährst Du hier.

 

 

Studio- und Porträtfotografie-Profitipps von Paul Leclaire

Menschen vor der Kamera sind sein Ding. Am liebsten geht Paul Leclaire richtig nah dran ans Motiv. Welche Geschichte und Konzeption hinter diesem Porträt steckt und welches Licht für diesen coolen Charme des Bildes nötig war, erfährst du vom Profi.

 

(Bild: Paul Leclaire)

Diese Aufnahme von Paul Leclaire entstand während eines Titel-Shootings für das Dental-Magazin, das im Deutschen Ärzteverlag erscheint. Das Model hat stark nachgezogenes Make-up. Es steht hinter einer gefrosteten Glasscheibe. Der eisfreie Durchblick in der Scheibe wurde bewusst im Bereich des Auges angepasst. Von rechts wurde das Motiv von einem Blitzkopf mit Standardreflektor beleuchtet. Dabei wurde durch eine blaue Folie geblitzt, um den Farbeffekt auf der Scheibe zu erhalten. Von links kommt ein, durch eine Streufolie, leicht gesofteter Stufenlinser zum Einsatz. Damit erhält man ein weicheres, flächiges Licht, das trotzdem den gerichteten Charakter eines Fresnelspots behält. Außer einer leichten Gamma-Korrektur wurde keine weitere digitale Bearbeitung durchgeführt.

 

Eingesetzte Lichttechnik im Überblick:

  • 2 HENSEL Generatoren 3000
  • 1 Flash Head mit Standardreflektor und blauer Folie
  • 1 Fesnelspot 3000
  • Kamera: Canon EOS 1 Ds mit 50 mm Canon Macro Objektiv (Belichtungszeit 1/125 s, Blende 14)

 


PASSENDES LICHT

Das passende Licht-Zubehör findest Du bei unserem Fototipps-Partner Hensel.

Über Paul Leclaire

Paul Leclaire lebt seit über 25 Jahren von der Fotografie, vielleicht auch für sie. Manchmal erscheint es so, wenn man die Arbeitstage und Arbeitsstunden zusammenrechnet,wenn man freie Arbeiten und die notwendigen Jobs aneinander reiht. Menschen vor der Kamera, das ist sein Ding. Am liebsten mit Canon, weil man richtig nah dran kommt, on location und im Studio.


Die Auswahl des Lichtes im Studio fiel vor 20 Jahren auf Hensel Generatoren, die schwarzen. Weil Hensel im Preis-Leistungsvergleich anderen Anbietern auch damals schon standhalten konnte.


Denkt man in Schubladen, dann ist Paul Leclaire sicher in keiner zu finden, weil er nicht nur Menschen fotografiert, sondern alles, was Schatten macht. Gnadenlos.

 

Weitere Infos findest Du auf der Website www.leclairefoto.de.

 

Beautyfotografie: Ideenfindung

 

Die Beauty- und Fashionfotografin Mia Royal (www.mia-royal.com) schreibt in Ihrem Buch „Beautyfotografie“, dass sie bei Workshops zwei unterschiedliche Teilnehmer beobachtet. Zum einen gibt es den reinen Techniker, der fast millimetergenau auf den gesetzten Nasenschatten achtet, aber noch etwas unerfahren im Umgang mit der beim Shooting eingesetzten Mode ist oder es gibt den kreativen Fotografen, der überwiegend auf die Gestaltung fokussiert ist und die technische Bildqualität oft eher zufällig entsteht.

 

Viele Fotografen arbeiten auf einem sehr hohen Niveau, überlassen aber meist den Make-up-Artist den gestalterischen Teil. Hier sollte der Fotograf auch seine Kompetenz zeigen. Bei einem Kundenauftrag würdest Du Dich auch bestmöglich präsentieren und Ideen in das Konzept mit einbringen wollen. Als Fotograf bist Du auch Ideenschmiede. Im besten Fall bist Du sogar in der Lage, viele Inspirationen zusammenzulegen und einen eigenen Look zu kreieren. Wenn Du vielseitig und interessiert bist, hast Du noch mehr Potenzial und kannst Dich viel besser in Konzepte mit einbringen.

 

Von überall kannst Du Dir kleine Fragmente als Ideenanstoß herausziehen und zu einem neuen großen Teil zusammenfügen. Du brauchst das Rad nicht neu zu erfinden. Viele Kreative bedienen sich unterschiedlichster Quellen, so z. B. der alten Malerei für Farbgestaltung im Make-up oder fremder alter Traditionen für das Styling. Schau Dir auch einmal ganz genau alte Schwarz-Weiß-Hollywood-Filme an – die Lichtsetzung ist phänomenal: dramatisch und mit starken Kontrasten. Das klassische Beautylicht (hochfrontal von oben via Beauty-Dish) wird auch Marlene-Dietrich-Licht oder Schmetterlingslicht genannt (gegen der Schattenform unterhalb der Nase.

 

Warum Marlene-Dietrich-Licht? Die provokante Schauspielerin aus den 30er-Jahren wusste haargenau über die Wirkung von Licht Bescheid. Sie war äußerst penibel, konnte einem neuen Beleuchter am Set genau die Einstellung in der Anwendung sagen, wie ihr Gesicht ausgeleuchtet werden soll. Sie war eine Frau mit Klasse, ihr markantes Gesicht und ihre starken Wangenknochen wurden durch eine hochfrontale Lichtsetzung noch mehr betont. Die Plastizität ihres Gesichts sollte nicht weich sein oder nett wirken – sie war durch und durch eine Diva – dekadent, schlau und mondän.

 

Besuche unbedingt mal die Internetseiten folgender Künstler, ihre Werke geben wunderschöne Gedankenanstöße, sei es gestalterisch oder technisch:

 

-         Richard Avedon (www.avedonfoundation.org)

-         Diane Arbus (www.diane-arbus-photography.com)

-         Cindy Shermann (www.cindysherman.de)

-         Alex Box (www.thealexbox.com)

 

Wenn Du einmal in Berlin bist, besuche unbedingt die ganzjährige Ausstellung der Helmut Newton Foundation (www.helmut-newton.de). Du wirst begeistert sein. Die gesamte Stimmung, die die Räume durch seine Arbeiten bekommen, hat ein weinig mit Magie zu tun, wie Mia Royal es in Ihrem Buch schreibt. Die Werke strahlen so viel an Informationen aus, obwohl es auf den ersten Blick teils recht puristisch umgesetzte Aufnahmen sind. Die Modeauswahl, die Accessoires, die Locations, alles passt perfekt zusammen.

 

Gestaltung

Grundlegend ist bei allen Fotografien ein sauberes und technisch gut umgesetztes Make-up, das dem geplanten Lichtaufbau angepasste wurde und unterstützend in die Darstellung des jeweiligen Modellocks wirkt. Mit einer bereits präzisen Arbeit im Vorfeld fühlt sich auch das Modell wohl.

 

An der Auswahl der eingesetzten Schmückstücke kann der Wert des Bildes ermittelt werden. Es gibt wunderschönen Modeschmuck, der günstig zu kaufen ist. Halte immer die Augen offen, wenn Du schönen Schmuck siehst. Davon kannst Du nie genug für Deine Aufnahmen zur Auswahl haben. Dezente Perlenohrringe sind nett, aber nicht wirklich was Neues für den Betrachter. 

 


WISSENSWERTES

Photocircle: Fotos kaufen und die Welt ein bisschen besser machen

 

 

Das Konzept des Bildanbieters Photocircle ist vermutlich weltweit einzigartig: Ein engagiertes Team gewinnt Fotografen dafür, einen Teil der Erlöse zu spenden, und verzichtet auch selbst, um zu helfen.

 

Ein Konzept, dass uns sehr beeindruckt. Lies hier selbst, wie es geht und welche Fotografen dahinter stehen.

 

BUCHTIPP


 

Ausgefallene Beautyfotografie kreativ und anspruchsvoll umgesetzt lernen. Vom Make-Up über die Lichtsetzung bis hin zur Vermarktung. In dem Buch "Beautyfotografie" erklärt Mia Royal mit vielen anschaulichen Beispielen, wie Du beeindruckende Portrait- und Beautyaufnahmen machen kannst.

 

Dieses und weitere interessante Fachbücher zum Thema "Portraitfotografie" findest Du bei unserem Shoppartner, dem mitp-Verlag.

 

 

 

Winterzauber

 

Der Winter hat in allen Regionen Deutschlands Einzug gehalten. Viele von uns lieben den Schnee. Was liegt da näher, als eine schöne Portraitaufnahme mit Schnee? Für den Fotografen Chris Gatcum hat der kreative Einsatz von Blitzgeräten Vorrang in der Mode- und Portraitfotografie. Dazu untersuchte er die Fotografen und Fotos, die ihn inspirierten, genauestens, analysierte den Lichtaufbau anderer Fotografen und überlegt, wie er dies selbst nachempfinden könnte.

 

 

Diese Aufnahme, die er in dem Buch „Light & Shoots – Fashionfotografie in der Praxis“ als Beispielfoto für seinen Lichtaufbau zeigt, war die erste Aufnahme für eine Serie basierend auf den vier Jahreszeiten. Inspiriert hatte ihn der Fotograf Oleg Igorin, der etwas ähnliches geschaffen hatte. Er verwendete das Fotos als Katalysator für seine eigenen Bilder.

 

Das Foto entstand in einer Tiefgarage. Eines Abends rückte er dort mit einem Model, zwei Assistenten, drei Nikon Speedlights und einem einzigen AlienBees AB1600-Blitz mit Vagabond-Akkupack an. Er verwendete den AB1600 als Hauptblitz mit einem 64-Zoll-Schirm und fügte zwei Speedlights hinzu – auf jeder Seite des Models eins – um den Glitter von beiden Seiten anzustrahlen Beide Speedlithts blitzen durch kleine Softboxen, eine mit Blau-, die andere mit Grünfilter, um etwas Farbe ins Bild zu bringen. Ein drittes Speedlight stellte er hinter dem Model auf und blitzte damit durch einen transparenten Schirm, um die Wand aufzuhellen und etwas Seitenlicht hinzuzufügen. Wegen des Unterschieds zwischen Zubehörschuh-Blitzen und Monolight musste er den AB 1600 auf ¼ der Leistung reduzieren, während die Speedlights bei voller Leistung blitzen. Dann musste das Model nur noch den Glitter von seinen Händen pusten, während er blitzte.

 

Wir sagen: Wow!

 

Die detaillierten Angaben zum Bild:

Kamera: Canon EOS 5D MkII
Objektiv: Canon 85 mm L
Blende: f/9
Verschlusszeit: 1/160s
ISO: 500
Beleuchtung:

  • Alien Bees AB1600 Monolight mit 64-Zoll-Schirm
  • Zwei Nikon Speedlights aus kleinen Softbosen (eine mit blauem und eine mit grünem Filter)
  • Nikon Speedlight in transparenten Schirm geblitzt

 


Studio- und Porträtfotografie-Profitipps von Robert Sanders

In seinem wundervollen Studio in San Diego widmet sich der Werbe- und Fashion-Fotograf der Perfektionierung von Technik, Beleuchtungsmethoden (unter der ausschließlichen Verwendung von HENSEL- Equipment) und Bildbearbeitung. Welches Licht er für dieses kraftvolle und lebendige Studioporträt verwendet, verrät er Dir.

 

(Bild: Robert Sanders)

Das Foto des Models Kelly Grein sollte den zauberhaften Ton ihrer Haut unterstreichen, ohne den Kontrast des schwarzen Leders, ihrer schwarzen Haare, des einzigartigen Make-ups und der Farben von Mund und Zähnen bis zu ihrem Seidentop zu beeinträchtigen. Die Octaform erwies sich als perfektes Front- bzw. Hauptlicht, während der 7" Reflektor mit 10°-Wabe von hinten die Silhouette des Modells vom schwarzen Hintergrund abgrenzte. Abgrenzung war der wichtigste Aspekt im Hinblick auf die Tonwerte in diesem Bild: aus der großflächigen Frontalausleuchtung sollten die Konturen von Kelly, ihrer Arme und ihrer Haare deutlich hervortreten.

 

Das passende Licht-Zubehör findest Du bei unserem Fototipps-Partner Hensel unter www.hensel.eu.


METZ BLITZ GUIDE

Falscher Blitz erzeugt rote Augen

 

Rote Augen verpasst man den aufgenommenen Personen zumeist dann, wenn diese  mehr oder weniger frontal in die Kamera blicken und Du mit einem in die Kamera integrierten Blitzgerät arbeiten.

 

Der Blitz hellt dabei den Augenhintergrund auf, die blutgefüllte Netzhaut wird durch die Pupille hindurch sichtbar und von der Kamera als roter Fleck aufgezeichnet.

 

Wie Du "rote Augen" vermeidest, erfährst Du hier.

BUCHTIPP


 

Ohne Licht gäbe es keine Fotografie. Auch in der Fashionfotografie gehört die Belichtung zu einem der wichtigsten Bestandteile. Denn trotz all der modernen Technologie ist es die Lichtführung, die dem Foto etwas Besonderes verleiht. Mehr

PASSENDES LICHT

Das passende Licht-Zubehör findest Du bei unserem Fototipps-Partner Hensel.

Über Robert Sanders

Obwohl nicht seit den ersten Tagen der Digitalfotografie dabei, war Robert Sanders einer der Wegbereiter der hochauflösenden digitalen Studiofotografie. Er hat Photoshop an der Academy of Art College in San Francisco unterrichtet.

 

Dank seiner Zusammenarbeit mit Dutzenden von Prepress-Profis bei Illustrationen für die anspruchsvollsten Bücher, Publikationen und Repro-Häuser Kaliforniens umfasst Robert Sanders Erfahrung die gesamte Palette der Bildverarbeitung, einschließlich Farbkorrektur, Farbräume, Konvertierung, Shift, Grauskalen und Auflösung.

 

In seinem wundervollen Studio im San Diego Photo District widmet sich der Werbe- und Fashion-Fotograf zur Zeit der Perfektionierung von Technik, Beleuchtungsmethoden (unter der ausschließlichen Verwendung von HENSEL- Equipment) und Bildbearbeitung. Zudem arbeitet er an einer neuen Reihe von Unterrichtsmaterialien für Fotografen.

 

Weitere Infos findest Du auf der Website www.robertrsanders.com.

 

Ein einfaches Portrait mit weißem Schirm

 

Schirme haben viele Vorteile in der Portraitfotografie. Da wäre u.a. neben dem geringen Preis das kleine Packmaß und das schöne, weiche Licht.

 

Beim Durchlichtschirm stört zwar in kleinen Räumen das nach hinten abgestrahlte Licht und beim Reflexschirm ist manchmal die nach vorne herausragende Stange im Weg, aber mit diesen kleinen Nachteilen lernt man umzugehen. Tilo Glocke schreibt in seinem Buch „Just one Flash!“, dass er am liebsten Durchlichtschirme verwendet, weil damit die Lichtsetzung unkritischer ist. Die Lichtsetzung mit einem Reflexschirm, einer Softbox oder einem Beauty Dish ist aufwendiger und benötigt mehr Zeit.

 

Für das Shooting mit dem Model Nicole hat Tilo Gockel als Location das Shoppinigcenter „MyZeil“ in Frankfurt ausgewählt, da es durch seine prägende Gitterarchitektur besticht. Bitte beachte, dass Du bei Fotoshootings on Locations vorher die Erlaubnis einholst. Grundsätzlich vor dem Shooting alles zusammenbauen und einschalten. Damit Dein Model nicht zu nervös wird, flott die Kamera justieren.

 

Für dieses Shooting hat Tilo Gockel neben seiner Vollformatkamera EOS 5D Mark II mit einer Linse EF 70 -200 f/2.8II ein Lichtstativ, einen weißen Durchlichtschirm, manuelle Funkmodule Youngnuo RF-602 und einen manuellen Blitz Yognuo YN-560 mitgebracht.

 

Tilo Gockel empfiehlt, erst eine Aufnahme ohne Blitz zu machen und zu kontrollieren, wie die Umgebung wirkt. Dabei verfolgt erd die Belichtungsmessung im Okular im Augenwinkel und kann so im M-Modus Blende, ISO und Zeit einstellen, ohne die Kamera vom Auge zu nehmen und ohne Testschüsse machen zu müssen. Er misst mittenbetont und stellt on Location meist eine Unterbelichtung von rund einem Lichtwert ein. Dann kommt der erst Testschuss und es folgt eine Kontrolle mit der Displaylupe, wie der Hintergrund wirkt.

 

Erst jetzt kommt der Blitz fürs das Model hinzu. Den Schirm platziert er so nah am Model wie möglich und so weit entfernt wie nötig. Ein kleiner Abstand lässt das Licht besonders weich wirken und schont die Batterie. Ein größerer Abstand wiederum sichert die erforderliche Ausleuchtung des Oberkörpers. Wicht ist ihm dabei, dss der hellste Punkt das Gesicht ist und das Licht von über der Augenlinie einfällt.

 

Wichtige Tipps und Tricks:

1. Durchlichtschirm kann zur optimalen Ausleuchtung nicht nur in Winkel und Höhe an das Model angepasst werden, sondern auch nach oben und unten oder nach vorn und hinten verkippt werden.

2. Während Du das Licht setzt, bitte das Model so dirigieren, dass die Lichtrichtung auch mit der Nasenachse zusammenpasst.

 

Ganz aktuell ist ein weiteres Buch von Tilo Gockel im dpunkt-Verlag erschienen. Es heißt: "Bokeh! - Fotografieren mit seidenweicher Unschärfe" Schau es Dir gern mal an.

 


WISSENSWERTES

Brigitte Bardot und die Mode

 

Jeder von uns kennt Brigitte Bardot – Die „Göttin“ aus Frankreich, die Filmidol, Mode-Ikone und Sexsymbol zugleich ist.

 

Eine besondere Rolle in Ihrem Leben spielte neben dem Film die Mode. Hier vor allen Dingen die Couturiers Balmain, Dior, Hubert de Givenchy, Coco Chanel, Pierre Cardin und schließlich in den Post-68ern, Paco Rabanne. Mit Schmollmund, Pfirsichteint, Samthaut und einer Figur von außergewöhnlichem Sexappeal mit den Maßen 90, 50, 89 war „die Bardot“ in den 1950er und 1960er Jahren das französische Pendant zu den amerikanischen Kultstars James Dean, Marlon Brando, Marilyn Monroe – ein Kunststück, das in Europa seinesgleichen suchte.

 

Foto: © Cinémathèque française/ courtesy Schirmer/Mosel

 

Welche besondere Rolle die Mode in Brigitte Bardot´s Leben spielte erfährst Du hier.

 

Exkl. Portraitfototipp von metz

Aus Licht mach Leben

 

Wird ein Mensch im Portrait  aufgenommen, dann sieht er oftmals - was seine Anmutung angeht -  so flach aus wie das Fotopapier selbst. Der Fotograf hat versäumt, ihn durch die strategisch günstige Plazierung der Lichtquellen in die Dreidimensionalität zu erheben.


Wie Du Deine Blitzgeräte sinnvoll anordnen kannst, um Dein Modell plastisch gestalten zu können, zeigt Dir folgende Aufnahmesituation: Ein Portrait soll mit zwei Blitzgeräten ausgeleuchtet werden. Dabei strahlt der Lichtsaum eine Blendenstufe stärker als das Hauptlicht. Dein Film weist eine Empfindlichkeit von ISO 100/21° auf, im Einsatz hast Du Blitzgeräte mit jeweils der Leitzahl 58.

 

Einstellung im manuellen Betrieb

Die Lichtabstrahlung eines Blitzgerätes auf das Motiv verändert sich logischerweise dann, wenn man seinen Abstand gegenüber den anderen Blitzgeräten vergrößert bzw. verkleinert. Dabei besteht zwischen den einzelnen Lichtquellen folgende Beziehung:

Beleuchtungsabstand x 0,7 Verstärkung um 1 Blendenstufe
Beleuchtungsabstand x 0,5 Verstärkung um 2 Blendenstufen
Beleuchtungsabstand x 1,4 Verminderung um 1 Blendenstufe
Beleuchtungsabstand x 2,0 Verminderung um 2 Blendenstufen

Auf unsere Aufnahmesituation angewandt, bedeutet dies bei einer gewählten Kamerablende von 8:
Abstand des Hauptblitzgerätes für die Kamerablende 8:
Leitzahl 58 : Blende 8 = 7,25m
Abstand des Saumlichtblitzgerätes für eine Blendenstufe:
stärker:  7,25m x 0,7 = 5m

Die für normale Raumverhältnisse relativ großen Beleuchtungsabstände lassen sich durch Verwendung von Teillichtleistungsstufen am mecablitz verringern. Viele Metz mecablitz Geräte sind mit derartigen Teilichtleistungsstufen ausgerüstet.

 

Hier wurde das Blitzgerät von der Kamera entfernt und auf der rechten Seite des Modells aufgestellt

Dieser Effekt entsteht, wenn sich ein Blitzgerät hinter dem Modell befindet und ein zweites rechts daneben

 

Einstellung der Automatikblitzgeräte

Arbeiten Sie mit Automatikblitzgeräten, so entfällt der Zwang, die Blitzgeräte in einem genau berechneten Abstand aufzustellen. Sie können sie beliebig innerhalb der Arbeitsbereiche der eingestellten Automatikblenden anordnen.
Für die Arbeit mit der Automatikblende gilt für die Lichtleistung der einzelnen Blitzgeräte im Verhältnis zueinander folgende Regel:

Gleiche Automatikblendenzahl und Bezugsblendenzahl = Normalbeleuchtung
Größere Automatikblendenzahl als Bezugsblendenzahl = stärkeres Licht
Kleinere Automatikblendenzahl als Bezugsblendenzahl = schwächeres Licht

Auch hier ist die rechnerische Bezugsblende die Kamerablende.  Deshalb müssen Sie bei einer gewählten Kamerablende von 8 folgende Einstellungen vornehmen:

Hauptleuchte:Automatikblende 4, Beleuchtungsabstand: 0,1 ..... 14,5 m
Leuchte für Lichtsaum:Automatikblende 8, Beleuchtungsabstand: 0,1 ..... 7,25 m

Beachten Sie aber, dass Sie Ihre Blitzgeräte so platzieren, dass diese sich nicht gegenseitig in den Sensor blitzen. Ihre Lichtquellen würden sich dadurch vorzeitig abschalten.


Zünden Sie Ihre Blitzgeräte entweder über ein Synchronkabel oder auch kabellos mit dem Servoblitzauslöser mecalux 11 von Metz. Schützenhilfe für eine einfache Handhabung bei der Aufnahme bekommen Sie durch das ferngesteuerte Remote-TTL-Blitzsystem. Beachten Sie dazu bitte unseren Tipp "Entfesseltes Blitzen".


Moderne Blitzgeräte verfügen im manuellen Blitzbetrieb über Teillichtleistungsstufen. Damit lässt sich die Verstärkung bzw. Minderung der Blitzstärke in einfacher Weise ohne Veränderung des Blitzabstandes ausführen. Auch Arbeiten mit kleinen Blitzabständen ist damit kein Problem.

 

 

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FOTO DES MONATS: JANUAR

Unser Foto des Monats ist eine Aufnahme von "Armin Müller-Stahl" von Till Broenner, die er u.a. in seinm Buch "Faces of Talent" beim teneuse Verlag veröffentlicht hat. 

AUSSTELLUNGSTIPP

Vorankündigung 

Michel Comte: Personalities

Galerie 206, Berlin

 

21. Januar - 2. April 2016

 

Foto: Carla Bruni, Vogue Italia, 1996 © Michel Comte / I-Management

 

 

Im Rahmen der Fashion Week Berlin eröffnet die Galerie 206 die Ausstellung „Personalities“ des bekannten Schweizer Michel Comte

 

Bekannt wurde Michel Comte, der einst von Karl Lagerfeld entdeckt wurde, vor allem durch seine Modefotografien, die er für die italienische Vogue, Vanity Fair und GQ machte. Es sind vielschichtige Frauenporträts, die er fotografiert hat - von meisterlich inszenierten aber auch spontanen Momenten. Es sind nicht die Kleider, die im Vordergrund seiner Bilder stehen, sondern die Persönlichkeiten. Damit dokumentierte Comte eine Generation, die diese nicht nur repräsentierten, sondern auch geprägt haben. Michel Comtes Bilder erzählen von  den  Begegnungen  mit  diesen Persönlichkeiten. Die  Ausstellung  "Personalities", die bereits  zweite  Präsentation Comtes  in  der  Galerie  206, zeigt   eine   Auswahl   stilprägender  Bilder   der  90er   Jahre,   die   heute   bereits   Klassiker   der Modefotografie geworden  sind.

 

Mehr über die Ausstellung in der Galerie 206 erfährst Du hier.

 

 

 

Charakterporträts durch gezielte Lichtsetzung

 

Porträts sagen im besten Fall immer etwas über den Porträtierten aus. Manchmal ist es ausdrücklich gewünscht, bestimmte Eigenschaften einer Person besonders herauszustellen.

 

Es ist besondere Kunst, mit einfachen Mitteln eine Person abzulichten, „wie sie eben ist“. Es geht also nicht um eine idealisierte Fotografie für einen imaginären Betrachter, sondern um das Festhalten Deines persönlichen Seheindruckes von der Person. Eben eine Charakterisierung, die momentane Stimmungen dokumentiert, verschiedene Facetten Deines Modells zeigt, mit individuellen Eigenheiten arbeitet und damit oft eine Intensität erzeugen kann, die innehalten lässt, um das Bild länger zu betrachten.

 

Du wirst feststellen, dass die Art der Lichtsetzung maßgeblich daran beteiligt ist, inwieweit ein Foto ein Charakterporträt darstellt. Neben einer reduzierten Lichtsetzung ist die Fokussierung auf die Augen des Modells der Schlüssel zur Optimierung der Bildwirklung. Unter den kontrollierten Lichtbedingungen eines Studios kann die Kamera so eingesetzt werden, dass bei solchen Aufnahmen Belichtungszeit und Lichtmenge ideal au eine sehr offene Blende abgestimmt sind. 

 

Bildtext: Die knappe Lichtsetzung mit einer kleinen Softbox hebt das Gesicht aus dem dunklen Umfeld hervor, und der enge Bildausschnitt unterstützt die Wirkung des intensiven Blickes in die Kamera. Der neutrale Gesichtsausdruck lässt weiterführende Interpretationen zu, was das Modell wohl gerade in diesem Moment denkt, und damit bleibt das Bild für seinen Betrachter länger in Erinnerung. Eine gewisse Ähnlichkeit zu dem bekannten Bild von Steve McCurry ist nicht zufällig, sondern wurde bewusst so inszeniert.

 

Einer der wesentlichen Punkte für intensive bis fast schon intime Porträts ist die räumliche Nähe bzw. der meist knappe Bildschnitt, der das Umfeld ausblendet und den Fokus noch mehr auf die Person vor der Kamera lenkt. Technisch ist somit eine kurze Brennweite das Mittel der Wahl.

 

Eine Lampe extra

Um Konturen zu betonen, reicht oft eine einzelne Lichtquelle. Mit einer zweiten kannst Du Akzente setzen und dem Bild mehr Tiefe geben.

 

In der Regel werden Standardporträts in einem sogenannten „klassischen Lichtaufbau“ fotografiert, d.h., ein Gesicht wird mit drei aufeinander abgestimmten Lichtquellen (Führungslicht, Seitenlicht und Haarlicht) optimal ausgeleuchtet. Das Gesicht ist damit nicht zu hell, aber auch nicht zu dunkel, und markante Stellen werden nicht hervorgehoben. 

 

Selbstverständlich geht mit dieser optimalen Beleuchtung des Gesichts auch hier eine leicht Idealisierung der porträtierten Person hervor – und kann den realen Eindruck einer Person nicht ersetzen. 

 

Bildtext: Hier ist das Haarlicht nicht auf der bildrechten Seite gesetzt. Du kannst natürlich auch auf der anderen Seite ein Haarlicht platzieren.

 

Wie Kathy Hennig, Lars Ihring und Michael Papendieck in ihrem Buch „Die Fotoschule in Bildern – Porträtfotografie“ schreiben, wurde bei dieser Aufnahme durch die Wahl einer sehr offenen Blende und vor allen durch die Lichtsetzung das ausdruckstarke Gesicht des jungen Tänzers in den Vordergrund gestellt. Ein schrägt von oben vorn platziertes Hauptlicht sorgt für viel Kontrast zwischen den Licht- und Schattenbereichen. Der Neigungswinkel der hochplatzierten Softbox wurde gerade so eingestellt, dass die Augenpartie nicht im Schatten liegt. Die Kameraposition befand sich mehr oder weniger unter dem Galgenstativ mit dem Blitzkopf.

 

Dasdas gesamte Set recht dunkel (dunkelgrauer Hintergrundkarton) und das Modell dunkelhäutig war, wurde von schräg hinten ein Haarlicht gesetzt. In Kombination mit der leicht eingeölten Haut entstand nach der Schwarzweißumwandlung eine optimale Darstellung der Körperkonturen, und der Kopf setzt sich gut gegen den dunklen Hintergrund ab.

 

Als Variante hätte man noch eine weitere Lichtquelle genau auf der anderen Seite hinter dem Modell platzieren können, um den gleichen Effekt wie auf der bildrechten Seite zu erzeugen. Es wurde aber bewusst darauf verzichtet. Um die dunkle Haut gegen den dunklen Hintergrund abzusetzen, wurde das Modell und das Hauptlicht so weit an den Hintergrund herangerückt, bis das Licht leicht auf den Hintergrund schien und einen Lichtkegel darauf erzeugte.

 

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Intensivkur mit Wow-Effekt

 

Für die Pflege und Styling Deiner Wimpern und Augenbrauen
 

 

Mit dem Wachstumsserum für die Wimpern revolutionierte M2 Beauté  die Kosmetikwelt. Jetzt kommt die nicht weniger wirksame Pflege für Wimpern und Augenbrauen dazu.

 

Mehr über die tollen Produkte von M2 Beauté erfährst Du hier.

 

 

 

 

 Neue Aufsteckblitze von Hensel

 

Ab sofort hat Hensel zwei neue Aurora Lite Bank Speedbounce Diffusoren mit Durchmessern von 30 cm und 40 cm im Programm. Sie eignen sich besonders für Portraits, Sach- sowie Makroaufnahmen. Aber auch Gruppenfotos erhalten mit einem Speedbounce 40 eine natürlichere Wirkung.

 

Die praktischen Helfer lassen sich auf die Transportmaße von nur 10 cm bzw. 13 cm zusammenfalten. Somit passen auch diese relativ großen Diffusoren problemlos mit in die Fototasche. Sie lassen sich mittels Klettband an allen gängigen Systemblitzgeräten befestigen. Im Lieferumfang befindet sich eine Transporttasche.

Die UVPs leigen bei 32,77 Euro bzw. 41,18 Euro.

 

Weitere Informationen findest Du unter www.hensel.eu

 

 

 

 

 

 

Blitz und blauer Himmel

Eine insgesamt unterbelichtete Aufnahme, auf der nur das Modell per Blitz richtig belichtet wird, ist eine bewährte Technik bei Lifestyle-, Hochzeits- und Modefotografie. So können Details deutlich hervorgehoben werden. Darüber hinaus wird mehr Dynamik in einer Szene erzeugt. Deshalb wird sie oft an Tagen mit bedecktem Himmel benutzt, um dessen langweiliges Aussehen in einem stimmungsvollen Hintergrund voller Atmosphäre zu verwandeln.

 

 

Die Erfolgsformel heißt: Unterbelichtete Umgebung plus Blitz für das Modell ergibt das gewünschte Resultat. Das Prinzip ist relativ einfach: um den Hintergrund abzudunkeln, unterbelichtest Du die gesamte Szene, sorgst aber durch den Blitz dafür, dass das Modell korrekt belichtet wird. Bei klarem blauem Himmel entsteht so ein schöner Kontrast zu dem vom Blitz belichteten Modell.

 

Um zuerst die Belichtung für die Umgebung zu ermitteln, wählst Du eine Automatik-Betriebsart der Kamera, drückst den Auslöser halb durch und merkst Dir die Messwerte der Kamera. Dann schaltest Du sie in den manuellen Betriebsmodus um und stellst diese Werte dort ein. Nun hast Du eine Ausgangsbasis für das weitere Vorgehen. Da Du ein Blitzgerät benutzen wirst, hast Du als kürzeste Verschlusszeit nur die maximale Blitzsynchronisationszeit der Kamera zur Verfügung. Wenn Du eine kürzere Verschlusszeit benutzen musst, dann muss die entsprechende Zahl der Blendenstufe absenken oder eine niedrigere ISO-Empfindlichkeit auswählen.

 

Mache grundsätzlich ein Testfoto und überprüfe, ob der Himmel Deinen Vorstellungen entspricht. Erst wenn Du mit der Abbildung des Himmels zufrieden bist, stellst Du das Blitzgerät ein. Viele Fotografen ziehen einen von der Kamera entkoppelten Blitz vor, denn so können sie einen Blitzwinkel wählen, mit dem sie zusätzliche schattige Bereiche erzeugen können, die dem Gesamteindruck des Bildes zugute kommen.

 

Da Du bei hellem Tageslicht fotografierst, musst Du so nah wie möglich an Dein Modell herangehen, damit der Blitz seine Wirkung entfalten kann. Ist es sehr hell, versuche die Szene so zu gestalten, dass die Sonne hinter einem Objekt verschwindet, z. B. hinter einem Baum oder einem Haus. Bei extrem hellen Lichtverhältnissen und wenn Du nicht die Zeit hast zu warten, bleibt Dir nichts anderes übrig, als auf einen tragbaren Studioblitz zurückzugreifen.

 

 


PRODUKTEMPFEHLUNG


 

 

Wenn es dann doch der Studioblitz sein muss, kommt man an der neuen Studioblitz-Serie VC Excellence von walimex pro nur schwerlich vorbei! Blitzschnell wiederaufladbar und mit Highlights ausgestattet, die den hohen Ansprüchen professioneller Anwender gerecht werden. Mehr

 

Portraitfotografie - Accessoires als wichtige Hilfsmittel

Accessoires können neben einer modischen Nebenrolle auch ein wichtiger Wegweiser für die Bildaussage werden. Nämlich in solchen Fällen, in denen diese ohne Accessoire nicht eindeutig wäre.

 

 


So wird zum Beispiel in der Werbebranche immer gern mit berufsspezifischen Requisiten gearbeitet, um den bildlichen Bezug zum Beruf herstellen zu können. Denn: Die wenigsten Menschen sind rein äußerlich ihrem Beruf zuzuordnen. Da Werbeaufnahmen meist noch mit Text – also einem Slogan oder einer Anzeige – versehen sind, wirkt das Accessoire dann auch noch als inhaltlich verstärkendes Element.

 

Diese beiden Beispielbilder von einer Sängerin sollen ihr neues Album mit Liedern von Hildegard Knef bewerben, wie Kathy Hennig in dem Buch „Die Fotoschule in Bildern – Portraitfotografie“ beschreibt. Die Bilder sollten sowohl Autogrammkarte, Poster, Plakat und Illustrationen für Interviews abdecken. Da die Sängerin natürlich nicht Hildegard Knef ist, wurde über Styling und Make-Up ein wenig nachgeholfen.

 

Damit auf dem ersten Blick der Bezug zum Gesang hergestellt werden konnte, kam für die Autogrammkarte das Mikrofon als Accessoire zum Einsatz. Auf dem Plakat gab es genügend Platz für einen Text, um den Bezug zu Hildegard Knef herzustellen. Daher wählte Kathy Hennig für das Bild ein für „Hilde“ typisches Accessoire – die Zigarette. So konnte durch ein kleines Detail der Bezug zum „Original“ herstellt werden.

 

Kathy Hennig hat für beide Aufnahmen eine EOS ED Mark II im Studio eingesetzt (100 / f4 / 1/160s / 100 ISO / RAW.

 

Bilder:

Frau mit Mikrophon: Accessoires sind praktisch, wenn eine bestimmte Bildaussage noch einmal unterstrichen werden soll. Hier wird das Bild erst durch das Mikrofon zum Portrait einer Sängerin.

Frau mit Zigarette: Die Platzierung des Modells im unteren Bereich lässt zum Beispiel auf einem Werbeplakat genug Raum für den nach oben gerichteten Blick und einen Werbetext oder ein Logo.


BUCHTIPP

 

 

Mit diesem Buch findest Du den leichten Einstieg in die Porträtfotografie. Die Autoren Kathy Hennig, Lars Ihring und Michael Papendieck zeigen Dir zahlreiche Möglichkeiten, Menschen in Szene zu setzen. Mehr

 

People-Fotografie-Profitipps von Nikolai Georgiew

In schwindelerregender Höhe posiert der Scorpions-Gitarrist Rudolph Schenker auf einer schmalen Plattform. Wie diese atem(be)raubende Aufnahme mithilfe des  HENSEL Porty entstand, mit dem der Fotograf sehr gerne arbeitet, findest Du hier zum Nachlesen. „Und gerade mit den neuen Features wie dem Funkempfänger macht das Arbeiten richtig Spaß", so Georgiew.

 

(Bild: Nikolai Georgiew)

Das vorliegende Bild entstand im Rahmen der MannsBilder Aktion. Man sieht Rudolph Schenker, von den Scorpions auf einer schmalen Plattform in schwindelerregender Höhe über der Stadt Hannover. Die Wolken liegen dramatisch im Hintergrund. Ein Sonnenstrahl trifft scharf sein Gesicht und er wirft im Moment gerade mit beiden Armen seine typischen Flying Vs (E-Gitarren) in die Ferne. Sein Gesicht ist dabei schreiend verzerrt! Um dieses extreme Motiv zu meistern, musste sich Georgiew auf die selbe Höhe wie das Model begeben. Das konnte nur durch einen Spezialsteiger realisiert werden. Die endgültige Höhe für die Aufnahme lag bei schwindelerregenden 87 m Höhe.


Ohne Stromanschluss und ohne mögliche Kabelverbindung zwischen Blitzgerät und Kamera war der Porty dafür ideal geeignet. Die Ausleuchtung erfolgte mit nur einem Porty Head, welcher mit einem 9 Reflektor versehen war. Auslösung und Regelung des Gerätes über die eingebaute Funksteuerung. Anschließend wird das Bild in entsättigten Farbtönen bearbeitet, kontrastverstärkt und in expressiver Schärfe / Unschärfe ausbelichtet. Die Flying Vs wurden im nachhinein einkopiert und dramatisch in einem „geblitzten" Scharf-Unscharf Stil abgebildet.

  • Kamera: Mamiya RZ 67 Pro II
  • Objektiv: 110 mm
  • Blende: 8, 1/400 s,
  • 100 ISO Aufnahme auf Diafilm, danach eingescant und bearbeitet


PASSENDES LICHT

Das passende Licht-Zubehör findest Du bei unserem Fototipps-Partner Hensel.

Über Nikolai Georgiew

Nikolai Georgiew ist Jahrgang 1966 und arbeitet seit 1989 als Fotograf. Er kann auf zahlreiche Veröffentlichungen im Bereich Mode, Sport, Celebrities und Commercials verweisen. Dabei liebt er vor allem die Schwarz-Weiß Fotografie mit allen ihren Facetten. „Für mich ist ein SW-Bild nicht nur schwarzweiß. Es zeigt das wahre Motiv. Farbe kann ablenken, von Form und Ausdruck. Natürlich gibt es wunderbare Farbfotografien! Darüber hinaus färbe ich dezent die Fotos ein, um die Stimmung des Bildes zu verstärken. Heute kann ich mit dem Wissen, dass ich im Labor gewonnen habe, Bilder am Computer so bearbeiten und verstärken, dass sie aussehen, als kämen sie aus einem Fachlabor. Ich möchte die Bilder dabei nicht verfremden, sondern veredeln.


Georgiew produziert seit 1998 Musicclips und Commercials. Seine Kunden reichen von Plattenriesen wie Sony Music, BMG, EMI bis hinzu Werbekunden wie EXPERT, SPD, NEW YORKER und vielen mehr.

 

Weitere Infos findest Du auf der Website www.georgiew.de.

 

 

People-Fotografie-Profitipps von Jim McHugh


Jim McHugh ist offizieller Fotograf der Grammy Awards. Zu den bisher porträtierten Künstlern gehört unter anderem BB King, einer der einflussreichsten Blues-Gitarristen und -Sänger. Wie er ihn ins rechte Licht gesetzt hat, verrät er Dir.

 

(Bild: Jim McHugh)

Für diese Aufnahme wurden insgesamt 18.000 W für die Ausleuchtung verwendet: 6 Hensel-Generatoren mit 3000 J. Der Hintergrund und die 2 m hohe Grammy-Statue sind mit 4 asymmetrischen Hensel-Generatoren à 3000 J und Reflektoren ausgeleuchtet. Das Licht auf BB King kommt von einem Bi-Tube und 2 symmetrischen Hensel-Generatoren mit 3000 J. Die Generatoren sind auf halbe Leistung heruntergeregelt, sodass die Blitzfolgezeiten unter einer Sekunde bleiben.


„Wenn man Stars fotografiert, ist es wichtig, niemals auf die Blitzbereitschaft warten zu müssen, denn ein besonderer Gesichtsausdruck kann in einer Sekunde vorbei sein", erklärt Jim McHugh. Die Lichtquellen von Hensel lassen den Fotografen dabei nie im Stich. Besonders beeindruckt ist der Profi von den neuen asymmetrischen Generatoren mit 3000 J Kapazität, und dem äußerst effizienten Generator mit 1500 J. „Bei meinen Aufträgen in Amerika und in der ganzen Welt verlasse ich mich ständig auf sie", so McHugh.

  • Kamera: Hasselblad
  • Objektiv: 120 mm
  • Belichtung: f16 bei 1/250 s
  • auf Kodak Portra 400ASA


Über Jim McHugh

Jim McHugh hat als Porträt- und Lifestyle-Fotograf breite Anerkennung gefunden. Seine Bilder von David Hockney, Samuel L. Jackson, Clint Eastwood und Tina Turner haben Preise gewonnen. Seine einzigartige Serie über Menschen in ihrer Umgebung ist auf dem Cover der Zeitschrift Architectural Digest erschienen.


Vor kurzem reiste Jim nach Italien, Frankreich, Großbritannien, Belgien, Hong Kong und Bali für die Illustration von Lifestyle-Reiseberichten mit Schwerpunkt auf Design und Antiquitäten. Jims S/W-Reisefotos waren bereits im Louis Stern Fine Art und The Hollyhock Showroom in Los Angeles ausgestellt. Eine Auswahl dieser außergewöhnlichen Schwarzweißfotografien ist als ständige Ausstellung in der Direction des Affaires Culturelles der Stadt Paris zu sehen.


Jim McHugh hat zwei Bücher über zeitgenössische Kunst und Künstler veröffentlicht, California Painters: New Work und The Art of Light and Space. Seine Porträts, unter anderem von Richard Diebenkorn und Sam Francis gehören zu ständigen Ausstellungen in The Museum of Modern Art in New York, The Los Angeles County Museum of Art und Walker Art Institute in Chicago.


Seit zehn Jahren ist Jim offizieller Fotograf der Grammy Awards. Das Fernziel des Grammy-Projekts  ist ein Buch und eine Reiseausstellung über die Geschichte moderner Musik. Zu den bisher porträtierten Künstlern gehören unter anderem Tony Bennett, Eric Clapton, Carlos Santana, Natalie Cole, Sheryl Crow, U2 , Ricky Martin, Elton John, Whitney Houston, BB King und Alicia Keys.

 

Weitere Infos findest Du auf der Website www.jimmchugh.com.

 

 

People-Fotografie-Profitipps von Greg Gorman

In jedem seiner Bilder ist die unendliche Weite der menschlichen Natur zu sehen. Zugleich ist jedes Bild ein Zeugnis über den individuellen Charakter des Porträtierten, ob von ehemaligem, aktuellem oder Möchtegern-Star. Wie ihm das Porträt von Musiker Elton John gelang, findest Du nachfolgend in aller Kürze erläutert.

(Bild: Greg Gorman)

Für dieses Foto von Elton John verwendete Greg Gorman einen Hensel Porty mit einem EH Porty Head und einem 22” ACW Beauty Dish. Mit einem Flexfill wurde der Bereich unterhalb der Augen aufgehellt. Die Verschlusszeit von 1/4 s ließ das Umgebungslicht auf den Theatersitzen zur Geltung kommen. Bearbeitet in Adobe Camera Raw, Bearbeitung durch Robb Carr.

  • Kamera: Canon EOS 1DS, Speicherung auf 1GB Lexar CF-Karte
  • Objektiv: Canon 2,8/70 - 200 mm IS;
  • Belichtung: f 5.6, t ¼ s
  • Licht: HENSEL Porty Premium AS/RC mit Porty EHT Head und 22 ACW


Über Greg Gorman

Seit über drei Jahrzehnten widmet sich Greg Gorman der Kunst der Fotografie. Von Porträts berühmter Persönlichkeiten über Werbekampagnen und Zeitschriftenlayouts bis hin zu Kunstprojekten hat Greg in einer Vielzahl von Bereichen seinen anspruchsvollen und einzigartigen Stil unter Beweis gestellt


Greg Gorman ist 1949 in Kansas City, Missouri, USA geboren. Seine Studien an der University of Kansas zwischen 1967 und 1969 schloss er mit einem Abschluss in Fotojournalismus ab. 1972 erwarb er an der University of Southern Californiaden Grad eines Master of Fine Arts in Kinematografie.Greg Gorman lebt zur Zeit in Los Angeles und Mendocino, Kalifornien, USA.

Weitere Infos findest Du auf der Website www.gormanphotography.com.

 

 

Vielfältige Porträtaufnahmen während der Karnevalszeit

Porträts von Freunden oder der Familie werden von uns vorwiegend zur Erinnerung aufgenommen, um einen ganz besonderen Moment für immer festzuhalten. Dabei machen es uns die modernen und leistungsstarken Kameras und Objektive leicht, ein technisch perfektes Foto aufzunehmen. Der Ehrgeiz jedes Fotografen sollte aber auch darin liegen, ein Bild zumachen, das den Porträtierten ebenso wie den Betrachter emotional berührt.

 

Versuche dafür Deine Fotos generell richtig zu gestalten, das heißt, Licht, Farbe und die Umgebung sollten optimal genutzt werden. Wenn Du dabei die technischen Voraussetzungen, physikalischen Gesetze und Grundregeln der Gestaltung beachtest, kann aus jedem Bild ein kleines Kunstwerk werden.

(Bild rechts: Willi Prösser, DGPh)


Die gewählte Blende und die damit verbundene Schärfentiefe ist eines der zentralen Gestaltungselemente in der Fotografie
. Ein lichtstarkes Objektiv mit einer maximalen Blendenöffnung von f1,8 lässt bei offener Blende den Hintergrund sehr stark verschwimmen. Der Hintergrund wird wunderbar ausgeblendet, und das Porträt von der Person oder der Karnevalsmaske kann voll zur Geltung kommen. Bereits bei einer Blende von f5,6 wirkt der Hintergrund unruhig. Achtung: Viele Zoomobjektive sind mit maximal geöffneter Blende nicht optimal scharf. Nur wirklich hochwertige Festbrennweiten zeigen bei ganz offener Blende sehr gute Ergebnisse. Teste deshalb Dein Objektiv mit verschiedenen Blendenöffnungen, und vergleiche die Ergebnisse.  

 

Setze bei Porträtaufnahmen ein leichtes Teleobjektiv ein. Sie verfügen über ideale Porträtbrennweiten von 85 bis 135 mm und erlauben Dir einen angemessenen Abstand zum Modell. Darüber hinaus verzeichnen sie ganz leicht kissenförmig, was bei formatfüllenden Gesichtsporträts sehr schmeichelhaft wirkt. Falls Du mit einer Kamera ohne Wechselobjektiv arbeitest, achte unbedingt auf die Brennweite Deines Zooms. Im Zweifelfall gehe lieber ein Paar Schritte zurück und zoome Dein Motiv heran. Für natürlich wirkende Aufnahmen, soll Dein Modell Dich nicht bemerken (Brennweite von 200 mm hervorragend geeignet).

 

Bei Porträtaufnahmen gilt die Grundregel, dass die Augen scharf sein müssen.
(Bild links: www.narren-forum.de)

 

Ob Bilder auf uns richtig oder falsch wirken, hängt darüber hinaus von der Blickrichtung des Modells ab. Der Blick der fotografierten Person kann sowohl aus dem Bild hinausführen oder direkt hinein. Generell sollte in Blickrichtung immer Raum innerhalb des Bildes sein. Das heißt, blickt eine Person nach links, sollte sie rechts im Bild platziert werden und umgekehrt. So sieht Dein Modell immer in das Bild hinein. Achte generell darauf, dass der Blick und/oder der Kopf Deines Modells der Bildfläche zugewandt sind.

 

Schöne Motive ergeben sich oftmals spontan, besonders zur Karnevalszeit. Dein Auge kannst Du im Vorwege sehr gut schulen, indem Du Zeitschriften und Bildbände durchsiehst. Beim bewussten Betrachten entwickelst Du Bildideen für mögliche Aufnahmesituationen. Schreibe Dir besonders gute Ideen auf, auch wenn Du sie momentan nicht benötigst. Ein schönes ungezwungenes Porträt stellt ganz andere Anforderungen an den Fotografen als gestellte Aufnahmen. Hier ist schnelle sichere Handhabung der Kameratechnik und ein gutes Gespür für Bildkomposition gefragt


ALLGEMEINE FOTOTIPPS

Canon TS-E 17mm f/4L (Foto rechts, © Canon)


Bei einem gelungenen Porträt ist das richtige Handwerkszeug fast die halbe Miete. Deshalb solltest Du passend zu Deinem Motiv das richtige Objektiv auswählen: Weitwinkel, Normalobjektiv, Telebrennweite, Zoomobjektiv oder Festbrennweite. Wir geben Dir die wichtigen Tipps, damit Du immer das richtige Objektiv zur Hand hast. -> Mehr