Die Welt in Graustufen

Du kannst an Deiner Kamera einfach den Modus S/W einstellen und losfotografieren. Es wird keine Katastrophe passieren, aber Du wirst von den Ergebnissen enttäuscht sein, obwohl der Bildaufbau der gleiche geblieben ist. Die Helligkeitswerte sind plötzlich viel dominanter. Das erklärt u. a., warum der Wechsel von Farbe zu Schwarzweiß gestalterisch mehr als nur der Verzicht auf die Farbinformation ist.



Helligkeitskontraste spielen in der Schwarzweiß-Fotografie eine entscheidende Rolle. Viele Farbaufnahmen wirken vor allen durch ihren auffälligen Farbkontrast. Eine Schwarzweiß-Aufnahme kann sehr schnell enttäuschend wirkend oder sogar wichtige Informationen so weit verschlucken, dass Du auf dem ersten Blick gar nicht erkennst, was hier abgebildet ist.

Der Einsatz eines Farbfilters in der analogen Fotografie hellt Bildteile seiner eigenen Farbe auf und dunkelt Bildteile seiner Komplementärfarbe ab. Langweiliges Grau-in-Grau kannst Du so wieder beleben. Beachte aber, dass die Verwendung eines Farbfilters ein erheblicher Eingriff in das Aussehen des Bildes ist.

In der digitalen Fotografie ist der Einsatz eines Farbfilters oftmals überflüssig. Die Farbinformationen bekommst Du im RGB-Modus geliefert – also drei Kanäle: rot, grün und blau. Diese drei Farbkanäle enthalten einzeln betrachtet jeder ein besonderes Graustufenbild.

Für Schwarzweiß-Aufnahmen solltest Du Dich gezielt entscheiden. Das Bild wird grafisch auf Helligkeitsstufen, Kontraste und Konturen reduziert. Wenn Du den Eindruck hast, dass im ersten Moment etwas fehlt, scheint es ein Indiz zu sein, dass dieses Motiv entweder nicht angemessen in Graustufen umgesetzt wurde oder eben für diese Art von Fotografie nicht geeignet ist. Bei richtigem Herangehen ist der wesentliche Effekt der, dass das Fehlen der Farbe vor allem Ablenkendes wegnimmt und das Wichtige betont. Das Bild wirkt daher ruhiger und ausdrucksstärker. 


PRODUKTEMPFEHLUNG

Halbe Rahmen 

 

Bilderrahmen nach Maß direkt vom Hersteller

 

Wie ein bekanntes Sprichwort sagt, sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Es wirkt besonders, wenn es gerahmt auf dem Sideboard oder an der Wand hängt. 

 

 

HALBE Magnetrahmen ermöglichen komfortables und schnelles Einrahmen von der Vorderseite. Ja, du liest richtig. Die Rahmung eines Fotos von der Vorseite ist viel leichter und in Sekundenschnelle erledigt. Mit nur einem Daumendruck auf das Glas lässt sich der Rahmen von der sichtbaren Vorderseite öffnen und wieder sicher und staubdicht schließen. Das Bild bleibt fixiert und ist dauerhaft geschützt. 

 

Alle Bilderrahmen und Passepartouts werden millimetergenau nach Maß gefertigt. Konfiguriere Dir für jedes Bild Deinen passenden Bilderrahmen – ganz einfach im neuen HALBE Rahmen-Konfigurator.

 

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Schwarz-Weiß-Fotografie

Durch das Entfernen der Farbe und den Einsatz eines monochromen Tones wird der Schwerpunkt auf Licht und Schatten, auf Kontraste, auf Linien, Formen, Strukturen und die Komposition gelenkt. Die Essenz von Objekten und Situationen wird stärker sichtbar, weil der Betrachter nicht von Farben abgelenkt ist.


(Bilder: Stefan Maria Rother)


Es gibt eine Menge Fotografen und Kritiker, die denken, dass Schwarz-Weiß-Bilder nur kreiert werden, weil sie schief gegangene Farbbilder sind, die interessanter gemacht werden können, indem man sie in schwarz-weiß umwandelt. Aber was einen ernsthaften Schwarz-Weiß-Fotografen angeht, so ist schwarz-weiß kein Ausgleich für misslungene Farbbilder und auch keine Alternative, um falsche Dinge richtig zu machen. Nein, schwarz-weiß ist das prävisualisierte Resultat einer wohlüberlegten und unabhängigen Art zu sehen und zu denken. Ein gutes Schwarz-Weiß-Bild braucht ein gutes Farboriginal, damit es in schwarz-weiß funktioniert.


Die Nachbearbeitung eines Bildes ist entscheidend, um die innere künstlerische Vision, die Du hast, in ein Bild zu übersetzen, das für den außenstehenden Betrachter ebenfalls sichtbar ist. Du als Fotograf solltest den Betrachter mit Deiner individuellen Sicht mit der Realität bekannt machen. Du kannst dies tun, indem Du ein Bild nachbearbeitet, wenn Du das Gefühl hast, dass es nötig ist, um das Resultat Deiner Vision anzugleichen.


Wichtig in der Schwarz-Weiß-Fotografie ist, das Du Dir genau überlegst, was Du wo und wie aufnehmen willst. Wenn Du z. B. eine Landschaft fotografieren möchtest, solltest Du genau die Stelle auskundschaften, die Du Dir vorgestellt hast. Anschließend solltest Du das Wetter überprüfen, ob es Deinen Vorstellungen entspricht. Bei Landschaftsaufnahmen sind wolkige Tage mit schnellen Wolken und verschiedenen Variationen in den Wolkentypen empfehlenswert. Bei Architekturaufnahmen ist ein relativ blauer Himmel nur mit ganz dünnen fast transparenten Wolkenschichten empfehlenswert.


Wenn Du dann vor Ort bist, solltest Du zuerst die Gegend, das Motiv und die Situation in Dir aufnehmen. Dieses kannst Du z. B. tun, in dem Du einfach herumläufst, Dich setzt, das Motiv ansiehst, etwas Abstand dazu einnimmst bzw. näher kommst und es aus all den möglichen Blickwinkeln betrachtest, die sich Dir bieten.


Wir können Dir nur empfehlen, immer zwei Aufnahmen für jeden Aufnahmewinkel mit etwas unterschiedlichen Einstellungen für Belichtungszeit und Blende zu machen. Fotografiere im RAW-Format, um so viele Informationen wie möglich festzuhalten. Nach der Aufnahme kannst Du die RAW-Daten in Dein Bildbearbeitungsprogramm importieren, um ein paar grundlegende Korrekturen wie Weißabgleich, Farbkorrektur, Schärfe und Schnitt vorzunehmen.



PRODUKTEMPFEHLUNG

digitalspezialist 

Einen besonderen Moment als Wandbild verewigen 

 

 

Mit digitalspezilist alte Fotoschätze digitalsisieren und in Szene setzen. Das Team rund um Dr. Hans-H. Graen weiß, wie wertvoll Fotos von der Hochzeit der Oma, der ersten Fahrt mit dem Roller oder dem ersten Urlaub mit den Freunden nach Italien ist. Ab sofort kannst Du Deine alten Fotoschätze digitalisieren lassen, mit Freunden teilen und in Deiner Wohnung in Szene setzen. 

 

Mit einem ausgewählten Rahmen, wie z.B. von Halbe Rahmen, kommen Deine Fotos besonders zur Wirkung. 

 

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Weiß und hell: High-Key-Aufnahmen

High-Key-Aufnahmen in Schwarz-Weiß schaffen aufgrund ihrer lichten, hellen Anmutung ein erhebendes, positives Seherlebnis. Seit ihrem ersten Erscheinen in den 1950ern sind sie eine beliebte Spielart monochromatischer Aufnahmen. Für High-Key-Aufnahmen eignen sich jene Motive am besten, die keine langen Schatten oder dunkle Bereiche aufweisen. Beim Fotografieren solltest Du auf eine leichte Überbelichtung achten, damit die meisten Pixel in der rechten Hälfte des Histogramms liegen.



Hast Du das Bild aufgenommen bzw. ausgewählt, sind die Schritte bis zur fertigen High-Key-Aufnahme ganz einfach. Im ersten Schritt erhöhst Du die Helligkeit der Mitteltöne im Gradationskurven-Dialog. Anschließen musst Du den Cyan- und den Blau-Regler hochschieben.

Wie Michael Freeman in seinem Buch „Foto-Workshop Schwarz-Weiß-Fotografie“ beschreibt, ist der Aufhellblitz hilfreich, da er nicht nur die Hauttöne aufhellt, sondern die Augen mit Lichtreflexen schmückt. Unser Blick fällt zuerst auf die Augen, doch dann zieht die schwarze Kamera den Blick auf sich. Die Fensterrahmenleiste verstärkt den oberen Bildbereich, das Bild würde aber auch wirken, wenn es im oberen Bereich so beschnitten wäre, dass ein gänzlich weißer Hintergrund entsteht. (Bild aus: Michael Freeman „Foto-Workshop Schwarz-Weiß-Fotografie“)




BUCHTIPP

 

In diesem Buch erklärt der renommierte Fotograf Michael Freeman, welche Stile die Schwarz-Weiß-Fotografie maßgeblich beeinflusst haben und wann sich ein Motiv wirklich dafür eignet. Genauere Infos zum Fachbuch bekommst Du bei unseren Buchtipps. Bestellen kannst Du es hier