Im Gespräch

Kamera und Trompete immer im Gepäck

 

„Faces of Talent“ heißt die Fotoausstellung von Till Brönner (http://tillbroenner.de) in der Leica Galerie in Zingst, die vom 30. Mai bis 30. August 2015 zu sehen sein wird. Ein Grund, dass wir mit Till Brönnerein Interview geführt haben, um Euch seine Arbeit vorzustellen.

 

 

Frage: Herr Brönner konnten Sie mit dem Zingster Umweltfotofestival etwas anfangen, als sie gebeten wurden, in der Leica Galerie in Zingst ihre Fotos auszustellen?

Till Brönner: Ja, das Festival hat sich einen solchen Namen gemacht, dass es fast peinlich wäre, noch keine Ahnung von seiner Existenz zu haben. Ich weiß sehr wohl, dass Zingst für eine außergewöhnlich enge Verbindung von Fotografie und Natur steht. Für mich ist auch wichtig, dass der Besucher hier die Möglichkeit hat, sein Wissen über die praktische und anwendbare Fotografie mit Unterstützung von exzellenten Fachleuten zu erweitern. Deshalb bin ich dankbar, dass meine Bilder in der Ausstellung »Faces of Talent« gezeigt werden.

Frage: Dennoch werden Sie zur Vernissage Ende Mai nicht dabei sein.

Till Brönner: Sie können mir glauben, dass ich dies sehr bedaure. Doch leider ist mein Terminkalender mit Konzertauftritten gerade zu dieser Zeit so gefüllt, dass es mir nicht möglich ist, zu kommen. Dennoch werde ich während meiner Ausstellung, die in der Leica-Galerie bis Ende August gezeigt wird, nach Zingst kommen.

Frage: Schon als Trompeter waren Sie ein internationaler Star. Als Fotograf haben Sie sich ebenfalls einen Namen gemacht und das in atemberaubend kurzer Zeit. Wie kam es zu dieser Blitzkarriere?

Till Brönner: Wenn man so will, gab es vor etwa sieben Jahren ein gewisses Erweckungserlebnis. Damals porträtierte mich der inzwischen verstorbene weltbekannte Fotograf William Claxton. Seine Arbeit faszinierte mich, wir kamen ins Gespräch und er empfahl mir, mich doch selbst mit der Schwarz-Weiß-Fotografie zu beschäftigen. Ich schaffte mir also eine Kamera an und versuchte mich an Porträts. Wahrscheinlich habe ich ein gewisses Talent. Doch das allein macht es nicht, deshalb befasste ich mich mit der Fototechnik und suchte den Rat der Profis.

Frage: An welchen Objekten haben sie sich zuerst versucht?

Till Brönner: Zu meinen bis heute häufigsten Opfern zählen Musikerkollegen. Deshalb ist bei meinen Konzertreisen neben der Trompete auch die Kamera mit im Gepäck. Mit ihr habe ich zum Beispiel den Gitarristen und Sänger Bryan Baker, die Sängerin Beth Ditto und den Sänger Seal fotografiert. Aber auch die Schauspieler Klaus-Maria- Brandauer und Armin Müller-Stahl bekam ich vor die Linse. Die meisten von ihnen ließen sich auch gerne von mir ablichten. Inzwischen schaute ich so vielen Menschen mit der Kamera ins Gesicht, dass ich 2012 ein Buch mit diesen Porträts veröffentlicht habe.

Frage: Es ist mit »Faces of Talent« genauso überschrieben wie Ihre Fotoschau in Zingst.

Till Brönner: Die Schau stellt mit 16 großformatigen Porträts eine Auswahl der besten Bilder aus meinem Buch “Faces of Talent”, dass im  TeNeues Verlag erschienen ist, vor.

 

Buchtipp

Das neue Buch von Till Brönner:

 

 

»Faces of Talent«

 

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